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Photovoltaik, Fragen

Photovoltaik wandelt Sonnenstrahlen in elektrische Energie um. Vorurteile für diese bewährte Technik gibt es aber viele, wir bringen etwas Licht auf häufig gestellte Fragen von "Grauer Energie", Effizienz, Amortisation bis hin zum Landverbrauch.
  • Die Kraft der Sonne kann auch durch die Wolke genutzt werden
    Die Kraft der Sonne kann auch durch die Wolke genutzt werden
  • Alle Energie stammt auf der Erde von der Sonne... irgendwie
    Unsere Sonne... ein Energieball

Es gibt hartnäckige Vorurteile zur Solarenergie welche im Umlauf sind. Nachfolgend eine Liste mit Fragen aus der Bevölkerung sowie die Antworten darauf.

1. Braucht die Produktion von Solarzellen ebenso viel Energie wie diese schlussendlich wieder liefert?

Die energetische Amortisation von Solarzellen dauert im Schnitt weniger als 3 Jahre! Solarzellentyp, Ausrichtung und Beschattung sind Faktoren die diese Amortisation, auch Energierücklaufzeit genannt, beeinflussen. Bei einer normalen Betriebsdauer von 30 Jahren kann bei optimalem Einsatz ein Vielfaches mehr Energie produziert werden, als die gesamte Produktion inkl. Montage verbraucht.

2. Lohnt sich die Photovoltaik wirtschaftlich?

Kommt die Anlage auf einen verschachtelten Altbau, dient diese zugleich als Ziegelersatz oder kommen die Zellen auf ein Neubau? Höhe der Förderbeiträge und des Darlehens etc müssen buchhalterisch mit einbezogen werden. Anteil Strom welcher direkt vor Ort genutzt wird (je mehr desto besser), wieviel wird verkauft und zu welchen Konditionen? Die Spanne aus diesen Faktoren ist gross. Ein Photovoltaikanlage auf einem neuen Dach an guter, sonniger Lage, mit hohem Eigenverbrauch kann schnell amortisiert sein. Solarstrom aus einer Kleinanlage hat Gestehungskosten in ähnlicher Grössenordnung wie der Preis welcher ein Privatkunde beim Elektrizitätswerk für Strom aus Wasserkraft bezahlen muss.

3. Wie ist der Wirkungsgrad einer Solaranlage und können die Zellen wiederverwertet werden?

Moderne Solaranlagen weisen einen Wirkungsgrad über 16% auf (Ausbeute der auftreffenden Energie). Siliciumzellen sind die meist verwendeten Zellen für Photovoltaikanlagen. Diese Anlagen bestehen grösstenteils aus Silizium und können problemlos recycelt werden. Die Lebensdauer einer Solaranlage beträgt um die 35 Jahre und wenn diese wiederverwertet wird spart dies rund 30% Energie ein. Von der Umweltbelastung her sind Solaranlagen mit Wind- und Wasserkraftwerken vergleichbar, welche diesbezüglich am besten abschliessen.

4. Kann eine Solaranlage bei diesem „Schweizer-Wetter“ überhaupt vernünftig betrieben werden?

Für 25% des benötigten Stromes für eine Person zu produzieren wird im Mittelland ca. 10m2 Photovoltaik benötigt. Im Alpenraum ist die Stromausbeute ca. 40% höher und liegt dann gleichauf wie eine Anlage in der Sahara.

5. Gehen zukünftig in der Nacht die Lichter aus?

In Zusammenarbeit mit Wasser- und Windkraft und verlässlichen Wetterprognosen, ist die Höhe der benötigten Stromproduktion planbar auch wenn auf Atomkraftwerke verzichtet würde. Die dezentrale Stromproduktion entlastet etwas das Stromnetz und die Netzverluste sind geringer. Innovationen für mögliche Speicherformen müssen sich aber noch durchsetzten resp. entwickelt werden. Langfristig betrachtet gibt es wohl kaum Alternativen zu erneuerbaren Energien.

6. Wird zukünftig auf dem Acker anstelle von Kartoffeln Energie produziert?

Überbauung von Grünflächen für Solaranlagen sind weder nötig noch sinnvoll, da es in der Schweiz viele ungenutzte Dachflächen, Lärmschutzwände, Mauern oder - für nächste Generationen von Solarzellen -  Fensterflächen hat. Der beste Ertrag erbingt ein südseitig ausgerichtetes Dach, aber auch West-, Ost- oder Flachdächer können bestens für die Solarenergie genutzt werden.

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Zuletzt geändert 
8 Sep 2017 - 16:04

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