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Katzen- und Hundeschreck

Wie halte ich Nachbars Katze oder einen fremden Hund aus meinem Garten oder aus meiner Wohnung fern?

Tipps gegen Katzen- und Hundekot im Gartenbeet

  • Gemüse abdecken: Gemüsebeete können effektiv mit Netz bespannten Rundbogen oder Obstnetzen abgedeckt werden. So wird der Zugang verhindert, Sonnenlicht und Regenwasser können trotzdem ungehindert zum Gemüse vordringen.
  • Netz oder Drahtgeflecht: Wo Katzen oder Hunde regelmässig scharren, kann ein Netz oder Drahtgeflecht ausgelegt werden, was das Scharren verhindert.
  • Sandhaufen abdecken: Decken Sie den Sandhaufen Ihrer Kinder immer gut ab. Denn Katzen und Hunde setzen ihren Kot besonders gern in Sand oder lockere Erde ab, wo sie besonders gut scharren können. Sandige Stellen im Garten können mit ein paar Kieselsteinen überdeckt werden, was den Katzen und Hunden das Scharren erschwert. Offene Erde wird am besten bepflanzt.
  • Feuchte Gartenbeete: Katzen mögen feuchte und frisch begossene Gartenbeete nicht, um sich zu versäubern. Halten Sie also die Erde möglichst feucht.
  • „Verpiss-dich-Pflanzen" setzen: Manche Pflanzen haben stark duftende ätherische Öle, welche für Katzen und Hunde unangenehm sein können. Pflanzen Sie beispielsweise Lavendel oder Zwiebelgewächse (Zwiebeln, Lauch, Schnittlauch usw.) zwischen das Gemüse. Beachten Sie, dass die Wirkung von Katzenabwehr-Sprays und ätherischen Ölen im Freien sehr rasch verpufft und daher wenig bringt. Der Name „Verpiss-dich-Pflanze" bezieht sich auf eine züchterisch entstandene Blume, die aus einer Kreuzung einer australischen, nach Moschus riechenden Buntnessel mit einer brasilianischen, nach Menthol duftenden Buntnessel entstanden ist.
  • „Katzen-Pflanzen": Katzen werden geradezu magisch von Katzengras, Katzenminze und Baldrian angezogen. Schenken Sie Ihrem Nachbar diese Pflanzen, damit seine Katze vermehrt in seinem Garten bleibt.
  • Dornensträucher: Dornige Pflanzen wehren Katzen und Hunde ab. Dazu gehören beispielsweise Schwarzdorn, Kreuzdorn, Rosen oder Stechpalme. So wird die Hecke zu einem sicheren Brutplatz für Singvögel.
  • Pflanzengülle: Unter Umständen hilft auch das Beschütten mit Brennnesselbrühe, Holunderblätter- oder Nussblättergülle.
  • Kaffeesatz, Pfeffer, Essig: Diese schmecken bitter, scharf bzw. sauer und werden deshalb von Katzen und Hunden gemieden. Aber: Da auch hier die Wirkung im Freien rasch nachlässt, muss häufig neuer Kaffeesatz, Pfeffer oder Essig ausgebracht werden.
  • Flaschen: Glas- oder PET-Flaschen, mit Wasser gefüllt, werden zu rund einem Drittel in den Boden vergraben. Durch den Lichteinfall und das Reflektieren sollen Katzen und Hunde abgehalten werden.
  • Kompost: Werfen Sie keine Knochen und Fleischabfälle auf den Kompost und decken Sie Ihren Komposthaufen ab, damit er für Katzen und Hunde nicht zugänglich ist.
  • Kehricht: Stellen Sie Kehrichtsäcke im Container oder erst am Morgen auf die Strasse. Katzen, Hunde, Füchse und Marder zerfetzen immer wieder Kehrichtsäcke.
  • Wasser: Falls Sie eine Katze in flagranti erwischen, spritzen Sie diese mit Wasser ab. Katzen hassen Wasser. Halten Sie also immer eine gefüllte Wasserpistole bereit. Vielleicht hilft das auch gegen Hunde. Im Fachhandel gibt es bereits automatische Wasserspritzanlagen gegen Katzen, Hunde und andere unerwünschte Eindringlinge.

Tipps gegen Katzen und Hunde im Haus

  • Ätherische Öle: Wie im Garten ist auch im Haus in einzelnen Fällen möglich, Katzen und Hunde mit für sie unangenehmen Geruchsstoffen zu vertreiben. Ein Erfolg ist mit folgenden Mitteln möglich, aber nicht garantiert: Pfeffer, Essig, Vergällungsmittel (Katzenabwehr-Sprays), Petrol getränkte Lappen (Achtung Feuergefahr!), Eukalyptusöl oder andere ätherische Öle.
  • Ultraschallgeräte: Die Wirkung dieser Geräte ist umstritten. Bei den einen funktioniert es bestens. Bei anderen zieht es Katzen regelrecht an. Hier gilt es auszuprobieren. Aber: Von solchen Geräten können auch nützliche Tiere wie Fledermäuse abgehalten werden, in Ihrem Garten Mücken und andere lästige Insekten zu jagen. Ausserdem benötigen diese Geräte Strom – und das kostet.
  • Nicht zu letzt kann es auch helfen, eine eigene Katze oder einen eigenen Hund zu kaufen, der das Revier aktiv gegen Eindringlinge verteidigt. Der Kauf einer Katze oder eines Hundes sollte aber unbedingt gründlich durchdacht sein. Wer nicht gleich eine Katze oder einen Hund kaufen will, kann vielleicht auch erst einmal einen Hund regelmässig zu Besuch zu sich nehmen und so einen „Revierhalter" simulieren.

Rechtliche Fragen

Die Frage, ob man fremde Katzen und Hunde auf dem eigenen Grundstück dulden muss, ist schon von vielen Gerichten behandelt worden. Katzen und Hunde müssen angemessenen Auslauf haben; es wäre keine tierfreundliche Haltung, sie den ganzen Tag im Haus einzusperren. Draussen können sie jedoch kaum beaufsichtigt werden, und an Grundstücksgrenzen halten sie sich selten. In der Regel verursachen sie auf ihren Streifzügen in Nachbars Garten oder Wohnung Bagatellschäden. Ist aber ein gewisses Ausmass erreicht (die sogenannte Duldungspflicht), müssen Schäden nicht hingenommen werden. Für gravierende Schäden, die eindeutig einer Katze oder einem Hund zugeschrieben werden können und deren Besitzer ermittelt werden kann, wird der Katzen- bzw. Hundehalter schadenersatzpflichtig. Dementsprechend sind Katzen und Hunde oft Ursache nachbarschaftlicher Streitereien.


Buchtipps

  • Catwatching-die Körpersprache der Katze, D. Morris,
    978-3-453-00552-5
  • Herdenschutzhunde-Geschichte, Rassen, Haltung, Erziehung, Petra Krivy,
    978-3-440-13302-6

Fragen

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema „Katz und Hund“ haben, beraten wir Sie gerne persönlich. Zudem verfügt unsere Umweltbibliothek über diverse Medien zu diesen Themen, welche kostenlos ausgeliehen werden können.

Zuletzt geändert 
12 Dez 2018 - 17:04

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