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Energie sparen in der Küche

Ohne Verzicht auf Komfort kann beim Kochen durch einfache Massnahmen viel Energie eingespart werden. Lesen Sie nachfolgend ein paar Tipps, wie Sie Ihren Energieverbrauch und damit verbundene Kosten in der Küche effizient senken können.
  • Ein Deckel auf dem Topf senkt den Energieverbrauch auf einen Viertel.
    Ein Deckel auf dem Topf senkt den Energieverbrauch auf einen Viertel.

Verschiedene Tätigkeiten und Geräte im modernen Leben benötigen Energie. Mit einfachen Massnahmen kann Energie effizient eingesetzt und können Standbyverluste vermieden werden.

Einsparungen bei Kühl- und Gefriergeräten

Kühl- und Gefriergeräte laufen ohne Unterbruch, weshalb schon kleine Massnahmen langfristig Strom einsparen. Wichtig ist der optimale Standort und die richtige Lagertemperatur. Ein Tiefkühler steht idealerweise an einem möglichst kühlen Standort. In der Küche sind die Lüftungsschlitze von Kühl- und Gefriergeräten mit dem Sauger regelmässig vom Staub zu reinigen, damit eine optimale Luftzirkulation gewährleistet ist. Um beim Kühlschrank die benötigten 5 bis 7°C zu erreichen, genügt je nach Standort schon Stufe 1. Der Tiefkühler sollte auf -18 °C eingestellt sein. Ein spezielles Eis- und Kühlschrankthermometer hilft zur Kontrolle. Gefriergeräte und Kühlschränke ohne automatische Abtauung müssen regelmässig abgetaut werden (Gebrauchsanweisung beachten).

Die Türe muss jederzeit gut und dicht geschlossen sein. Hat sich eine Eisschicht gebildet, steigt der Stromverbrauch stark an. Bildet sich Eis und Reif im Kühl- oder Gefrierschrank, sind die Dichtungen zu prüfen und falls nötig zu ersetzen – eventuell muss das ganze Gerät ersetzt werden. Die Gerätetüren sollten jeweils nur ganz kurz geöffnet werden, ein gutes Ordnungssystem erleichtert hier die Orientierung. Lassen Sie warme Speisen bei Raumtemperatur erst abkühlen bevor Sie diese in den Kühl- oder Gefrierschrank stellen.

Beim Kochen gilt: Deckel drauf und Backofen sparsam einsetzen

Auch beim Kochen gibt es verschiedene Möglichkeiten den Energieverlust zu vermindern. Erwärmen Sie kleine Mengen Wasser im Wasserkocher, Sie benötigen im Gegensatz zur Pfanne bis zu 50 Prozent weniger Strom. Ein Deckel auf dem Topf senkt den Energieverbrauch beim Kochen auf einen Viertel, mit dem Schnellkochtopf (auch Dampfkochtopf genannt) sparen Sie noch einmal 50% Energie. Die Kochplatten sind rechtzeitig von der Ankochstufe (hohe Stufe) auf die Fortkochstufe (niedere Stufe) zu schalten und mittels frühzeitigem ausschalten kann die Restwärme der Platte ausgenützt werden. Für Kochgut mit langer Gardauer idealerweise den Dampfkochtopf benutzen. Alternativ kann mit einem doppelwandigen Isoliertopf mit wenig Wasser und bei niedriger Temperatur gekocht werden. Die Durchmesser von Topf/Bratpfanne und Kochplatte sollten übereinstimmen. Bei verbeulten Pfannen funktioniert die Wärmeübertragung nicht mehr einwandfrei, benutzen Sie nur ebene Kochplatten und Pfannen. 

Herd oder Backofen? Für den Kochvorgang braucht die Herdplatte im Vergleich zum Ofen nur ein Fünftel der Energie. Den Backofen für Kuchen und Brote nicht vorheizen, auch wenn es auf der Verpackung oder im Rezept steht. Empfindlicher Teig bildet da eine Ausnahme. Wenn die Back- oder Bratzeit länger als 40 Minuten dauert, kann der Backofen 10 Minuten vor Ende abgeschaltet werden, um die Nachwärme zu nutzen. Das Backofenfenster ist regelmässig zu putzen, denn bei jedem Öffnen der Ofentür geht viel der Wärme verloren. Mikrowellengeräte eignen sich nur für kleine Mengen. Schon bei zwei Portionen braucht ein Mikrowellenherd mehr Energie als eine Herdplatte. Auch das Auftauen in der Mikrowelle verbraucht unnötig Energie – also Gefrorenes frühzeitig herausnehmen.

Der richtige Gebrauch der Geschirrspülmaschine 

Die Geschirrspülmaschine ist in der Regel effizienter als das Abwaschen von Hand, da sie mit weniger Warmwasser auskommt. Das Fassungsvermögen der Geschirrspülmaschine sollte jedoch möglichst gut ausgenützt werden. Starten Sie nur eine volle Maschine. Vorspülen unter warmem fliessendem Wasser ist ein No-go: Für leicht verschmutztes Geschirr reicht ein Sparprogramm bei tiefer Temperatur aus, um den Schmutz restlos entfernen.

Ganz kleine Geschirrmengen wäscht man besser von Hand ab, jedoch nicht unter laufendem Wasserhahn sondern in einer angepassten Menge Spülwasser. Die namhaften Hersteller von Geschirrwaschmaschinen bieten für ihre Geräte einen separaten Warmwasseranschluss an, das spart teuren Aufheizstrom.

Falls ein Gerät defekt ist: Ersetzen oder Reparieren?

Irgendwann steht die Entscheidung an, inwiefern sich die Reparatur von Küchengeräten lohnt. Die Entscheidungshilfe "Defekte elektrische Geräte reparieren oder ersetzen?" von Energieschweiz bietet eine Hilfe, wann sich eine Reparatur lohnt. Nichtsdestotrotz lohnt es sich immer, das Gerät von einem Reparaturprofi begutachten zu lassen. Kontaktieren Sie hierfür ihren Lieferanten, besuchen Sie ein Repair Café in der Region oder durchsuchen Sie den Reparaturführer.ch. Achten Sie beim Kauf eines neuen Gerätes unbedingt auf die Energieetikette: Die Webseiten topten.ch und compareco.ch listen die jeweils effizientesten Geräte pro Klasse auf. 

Zuletzt geändert 
13 Okt 2019 - 19:37

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