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Eibe

Die Giftigkeit, die Langlebigkeit sowie das wertvolle Holz verhalfen der Eibe zu grosser kultureller Bedeutung. Die Art ist immergrün und wird gerne für Sichtschutzhecken verwendet. Man soll sie aber nicht an Stellen pflanzen wo Kinder spielen.
  • Der rote Beerenmantel der Eibe wird von Tieren gerne gefressen. (Bild Pixabay)

Artbeschreibung

Die europäische Eibe (Taxus baccata) ist ein immergrüner, langsamwachsender Baum oder Strauch und gehört zu den Koniferen. Ihre Blätter sind circa 2 mm breite, weiche, dunkelgrüne Nadeln und die Blüten sind sogenannte Zapfen. Dabei sind die Eiben zweihäusig: Es gibt männliche und weibliche Bäume. Ab August reifen an den weiblichen Exemplaren die Samen, umhüllt von einem roten, beerenähnlichen Samenmantel. Alte Eiben werden etwa 15 m hoch. 

Vorkommen

Die Eibe ist eine typische Schattenbaumart: Sie gedeiht auch unter dem Kronendach dunkler Wälder. Dabei wächst sie überaus langsam und kann weit über 1000 Jahre alt werden. Ursprünglich ist die Eibe in Europa, Südwestasien und Nordafrika heimisch. Aus verschiedenen Gründen ist die Eibe jedoch in Europa relativ selten geworden. Vermutlich spielen die Übernutzung durch die Menschen, der starke Verbiss durch Rotwild und eine veränderte Forstwirtschaft hierfür eine Rolle.  

Verwendung im Naturgarten

Eiben eignen sich ideal als dichte, immergrüne Sichtschutzhecken. Sie können in alle Formen geschnitten werden. Als Jungpflanzen bevorzugen sie Schatten, später sind sie anspruchslos. Die Vermehrug geschieht über Samen oder Stecklinge. Man kann Eiben als einheimischen Ersatz für exotische Pflanzen wie Mahonien oder Thuja verwenden. Wegen ihrer starken Giftigkeit sollen Eiben nicht neben Kinderspielplätzen gepflanzt werden. 

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile bis auf den Samenmantel sind für Menschen toxisch. Unter anderem produziert die Eibe das ihr eigene Gift Taxin. Besonders giftig sind die Nadeln. Auch Pferde und andere Weidetiere reagieren stark auf das Gift der Eibe. Hingegen sind Rehe und Hirsche dagegen immun und verantwortlich für den starken Wildverbiss an jungen Eiben im Wald. Viele andere Tiere wie Vögel, Siebenschläfer und Dachse fressen mit Vorliebe den roten Beerenmantel, der als einziger Pflanzenteil nicht giftig ist. 

Symptome

Bereits ungefähr 30-60 Minuten nach der Einnahme können folgende Symptome auftreten: Rotfärbung der Lippen, Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Schwindel, Bewusstseinsstörungen und schliesslich Tod durch Atemlähmung.

Erste Hilfe

Nach einer versehentlichen Einnahme soll bei keinen oder leichten Symptomen die «Tox Info Suisse» Tel.145 kontaktiert oder bei stärkeren Symptomen die Notrufnummer 144 gewählt werden.

Wissenswertes

Die Eibe spielt seit jeher eine grosse kulturelle Rolle. So verehrten bereits die Kelten die Eibe als heiligen Baum. Besonders im Mittelalter wurde dann das harte und elastische Holz der Eibe zum Bau von Pfeilbögen geschätzt. Auch wurde das Gift als Pfeilgift verwendet.

Vielleicht nicht die älteste aber eine besonders eindrückliche Eibe findet man in Heimiswil im Emmental. Statt der geschätzten 1000 Jahre konnte man aufgrund von Jahrringen zwar «nur» ein Alter von gut 400 Jahren nachweisen, dank guter Wachstumsbedingungen hat sie aber bereits einen Stammumfang von 6,8 m erreicht.

Zuletzt geändert 
22 Jun 2020 - 14:42

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