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Asiatische Staudenknöteriche

Die Asiatischen Staudenknöteriche gehören zu den gefährlichsten Neophyten und sind deshalb in der Schweiz verboten. Schon kleine Wurzelstücke können einen neuen Bestand bilden und massive Probleme verursachen.
  • Der Staudenknöterich wird in der Schweiz als ernsthaftes Problem angesehen und kann schnell grosse Flächen überwuchern.
  • Die Asiatischen Staudenknöteriche breiten sich rasant aus und gehören deshalb zu den verbotenen Problempflanzen. Um ihn zu bekämpfen, ist der Beizug eines Fachmanns notwendig.
  • Neuanpflanzung und Verschleppung sind verboten

  • Pflanzen professionell entfernen lassen

  • Schnittgut und Wurzeln im Kehricht entsorgen

 

Das starke Wachstum der Wurzeln kann zu Schäden an Bauten und Anlagen führen. Kleine Wurzel- und Sporssstücke reichen aus, damit die Asiatischen Staudenknöteriche an einem Standort zu wachsen beginnen. Sie bilden rasch Monokulturen und verdrängen in der Natur die einheimischen Arten nahezu vollständig. Ihre Bekämpfung ist sehr schwierig und extrem aufwendig.

 

Name Asiatische Staudenknöteriche (Reynoutria japonica, R. sachalinensis, R. x bohemica, Polygonum polystachyum)
Herkunft  Ostasien
Blütezeit Juli - September
Samenreife Japanische Stauden Knöteriche sind in Europa weiblich. Da die männlichen Pflanzen fehlen, kommt es nur vereinzelt zur Samenbildung als Ergebnis einer Hybridisierung mit anderen Arten, ansonsten ist die Vermehrung hauptsächlich vegetativ über Wurzel- und Stängelstücke.
Vorkommen

Die Asiatischen Staudenknöteriche wurden als Zierpflanzen in Gärten angepflanzt. Heute verbreiten sie sich über die Verschleppung von Pflanzenteilen unkontrolliert entlang von Gewässern, an Waldrändern, in Hecken und auf Brachflächen.

Art der Verbreitung Kleinste Wurzel- und Stängelstücke in Boden, Kompost oder Wasser können einen neuen Bestand gründen.
Gefahr

Natur
Die Asiatischen Staudenknöteriche bilden Monokulturen und verdrängen die einheimischen Arten nahezu vollständig.

Bauten
Das starke Wachstum der Wurzeln kann zu Schäden an Bauten und Dämmen führen. Im Winterhalbjahr droht entlang vno Gewässern infolge Absterbens der oberirdischen Triebe Erosionsgefahr.

Bekämpfung
  • kleine und junge Bestände ausreissen und Wurzeln ausgraben
  • Bestände durch intenstives Schneiden oder Beweiden eindämmen
  • Bekämpfungsmassnahmen über mehrere Jahre wiederholen
  • Bestand wo sinnvoll und möglich mit professioneller Baubegleitung komplett ausbaggern
  • Bestand mit Herbizid gemäss Vroschriften behandeln, sofern andere Massnahmen wirkungslos und Einsatz von Herbiziden am Standort erlaubt (Absprache mit kantonaler Fachstelle)
  • alternative Methoden wie Abdecken, Umgraben oder Salzsole in Absprache mit kantonaler Fachstelle umsetzen

Ersatzpflanzen

Die Auswahl an einheimischen Stauden ist gross. Im Gegensatz zu Neophyten sind sie unproblematisch und bieten zusätzlich Lebensraum für Tiere. Deshalb empfehlen wir den Einsatz von einheimischen Stauden, beispielsweise Waldgeissbart oder Haselnuss.

 

Verbotene Neophyten Invasive Neophyten
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Zuletzt geändert 
14 Aug 2018 - 12:10

Aktuelle Veranstaltung

Samstag, 16. März 2019
09.00 bis 12.00 Uhr
Hochhüsliweid, 6006 Luzern
Veranstalter: 
Bioterra Luzern-Innerschweiz
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Angebot

Die Kanadische Goldrute blüht im Herbst in vielen Gärten. Leider wächst Sie in Naturschutzgebieten und verdrängt dort seltene Pflanzen.
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