Energie sparen im Haushalt – aber wie?
Ratgeber
Wo im Haushalt kann ich am meisten Energie einsparen? Nachfolgend einen Ratgeber, der die wichtigsten Aspekte zusammenfasst.
Ratgeberfrage
Die Energiepreise sind gestiegen, die Heizperiode steht vor der Tür. Wo im Haushalt kann ich am meisten Energie einsparen, ohne die Raumtemperatur massiv zu senken?
Antwort
In Wohnzimmern ist eine Temperatur von 20 bis 21 Grad ideal. In Schlafzimmern reichen 16 bis 18 Grad. Eine zu hohe Raumtemperatur schadet doppelt: Je höher die Temperatur, desto trockener die Luft, desto kritischer für die Gesundheit. Denn Bakterien und Viren greifen ausgetrocknete Schleimhäute stärker an. Ausserdem verursachen zu hohe Temperatur höhere Heizkosten. Ein Grad Temperatursenkung spart 6 Prozent Heizenergie. Oder anders ausgedrückt: 20 anstelle von 24 Grad reduziert die Heizenergie bereits um einen Viertel.
Der Warmwasserverbrauch beeinflusst den Energieverbrauch und das Portemonnaie enorm: Eine 5-Minuten-Dusche mit einem Sparduschkopf benötigt dreimal weniger Energie als ein Vollbad. Sparduschköpfe sind in Fachmärkten erhältlich. Sie reduzieren den Durchfluss und beeinträchtigen die Duschqualität kaum. Auch die Wassertemperatur spielt eine Rolle. Eine zu heisse Dusche ist nicht bloss energieintensiver und dadurch teurer, sondern trocknet auch die Haut aus.
Drucker und Geräte der Unterhaltungselektronik sind im Stand-by-Modus grosse Stromverbraucher. Mit Steckerleisten trennen Sie die Geräte vollständig vom Netz und sparen Energie.
Alte Glühbirnen (in der Regel 60 Watt) sollten Sie unbedingt ersetzten: Moderne LED-Lampen sind zwar teurer, haben aber eine deutlich längere Lebensdauer. Die höheren Anschaffungskosten sind durch den niedrigeren Energieverbrauch schnell amortisiert: Der Wechsel zu LED`s spart bis zu 80% Energie.
Geräte sollten nur vollständig gefüllt und mit dem Eco Sparprogramm zum Einsatz kommen. Die Laufzeit solcher Programme dauert zwar länger als herkömmliche, dafür ist die Wassertemperatur niedriger und der Energieverbrauch somit tiefer. Achten Sie beim Kauf neuer Geräte auf die Energieeffizienzklasse A+++.
Die Haushaltsgrösse ist für die Wahl von Kühlschränken und Gefriertruhen ausschlaggebend. Sind diese nämlich kaum befüllt, verbrauchen sie unnötig Energie. Temperaturen von 6 Grad Celcius bei Kühlschränken und -18 Grad bei Gefriertruhen reichen aus.
Der Einsatz eines Kochdeckels verringert den Energieverbrauch um rund 30 Prozent. Gebrauchen Sie den Backofen mit der sparsamen Umluftfunktion, und nicht mit der Ober- und Unterhitze. Ein Vorwärmen ist nicht nötig und wer die Restwärme durch frühzeitiges Abschalten nutzt, spart zusätzliche Energie. Auch hier gilt: bei Neugeräten unbedingt die Energieeffizienzklasse A+++ wählen.
Der grösste Energieverbrauch fällt beim Heizen und der Warmwasseraufbereitung an. Deshalb sollte die Raumtemperatur im Wohnzimmer maximal 21 Grad betragen und Duschen dem Baden vorgezogen werden. Beim Duschen spielt der Einsatz des Duschkopfs und die Duschdauer eine wesentliche Rolle. Auch veraltete Glühbirnen und Geräte, sowie solche im Stand-by-Modus verbrauchen unnötig Energie. Insgesamt lässt sich der Energieverbrauch durch einfache Massnahmen um 20 bis 30 Prozent reduzieren..