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Goldfisch und Rotwangenschildkröte

Das Aquarium zu klein, die Pflege zu aufwändig – kurzerhand werden Goldfisch oder Wasserschildkröte in die Freiheit entlassen. Sehr zum Leidwesen der einheimischen Arten.
  • Der Buntbarsch schwimmt heute auch in unseren Seen. Er wurde aus Aquarien unerlaubt in die Seen ausgesetzt.

Was im Aquarium friedlich herumschwimmt, ist –  einmal freigelassen – ein Räuber, der die einheimischen Arten verdrängt. Ein einziger Goldfisch kann ohne weiteres den gesamten Laich eines Grasfroschweibchens auffressen. Für Goldfische ist das eine Delikatesse! Leider bevorzugen sie ausgerechnet den Laich von seltenen Amphibien, wie den vom Laubfrosch oder vom Kammmolch.

Fremde Platzhirsche

Auch die aus Nordamerika stammende Rotwangen-Schmuckschildkröte tummelt sich immer häufiger in unseren Weihern und streckt ihren rot gezeichneten Kopf in die Sonne. Sie frisst alles kahl und macht so einheimischen Arten das Nahrungsangebot und den Lebensraum streitig. Freigelassene Tiere können an einheimischen Ökosystemen verheerende Schäden anrichten.

Tiere aussetzen ist verboten

Tiere dürfen nicht ausgesetzt werden. Die Freisetzung einer gebietsfremden Art ist kein Kavaliersdelikt. Bringen Sie Ihre nicht mehr erwünschten exotischen Wassertiere zurück in die Zoohandlung oder ins Tierheim. Wichtig ist, sich vor der Anschaffung eines Tieres genau bewusst zu sein, dass man sich mit dem Tier auch eine jahrelange Verantwortung ins Haus holt – bei einer Rotwangen-Schmuckschildkröten bis zu 75 Jahre!

Auch "Souveniers" aus den Ferien wie Eidechsen, Käfer oder andere Tiere, dürfen auf keinen Fall ausgesetzt werden!

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Zuletzt geändert 
24 Okt 2017 - 14:23

Aktuelle Veranstaltung

Montag, 6. Mai 2019
19-20 Uhr
Stadthaus (Hirschengraben 17, 6002 Luzern)
Veranstalter: 
«Luzern grünt» in Zusammenarbeit mit dem Verein StadtNatur
Seit letztem Mai läuft das Projekt «Igel gesucht» zur Erforschung des Igels in der Stadt Luzern

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