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Wanderratte

Die Wanderratte hat sich als Weggefährte des Menschen auf der ganzen Welt ausgebreitet.
  • Sie ist grösser als beispielsweise die Hausratte (Rattus rattus), hat kleinere Ohren und eine gedrungene Körperhaltung. Erwachsene Wanderratten werden bis 500g schwer und bis zu 30cm lang (ohne Schwanz).
  • Sie ist vor allem in der Dämmerung oder in der Nacht anzutreffen.

Ursprünglich stammt die Wanderratte aus Südostasien. Als blinder Passagier wurde sie wahrscheinlich im schon im 18. Jahrhundert nach Europa eingeschleppt und breitete sich danach schnell aus. Wanderratten kommen fast überall auf der Welt vor. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv, können gut schwimmen und klettern und leben in Gruppen. Der Nager ist ein Omnivor (Allesfresser) und Kulturfolger. Wanderratten leben vor allem in Städten, in Kanalisationen, aber auch an Flussufern.
Durch das Zernagen von Verpackungen und das Verunreinigen von Lebensmitteln mit Kot und Urin können sie als Hygieneschädlinge beträchtliche Schäden anrichten. Sie können kleinste Spalten und Löcher durchqueren und verursachen auch durch das Annagen von Kabeln Probleme. In der Stadt wandern sie häufig zwischen Kanalsystemen und Gebäuden hin und her und können so Keime und Krankheiten verbreiten.

Name Wanderratte (Rattus norvegicus)  
Herkunft Südöstliches Russland und Nordchina
Vorkommen In der Schweiz ist sie die häufigste Rattenart und kommt in Städten und an Flussufern im Flachland vor – überall da, wo sie Futter findet.  
Art der Verbreitung

Über weite Distanzen verbreitet sich die Wanderratte als blinder Passagier auf Frachtschiffen und mit anderen Transportmitteln. Wanderratten migrieren, wenn das Nahrungsangebot knapp wird. Sie sind sehr fruchtbar – ein Wanderrattenweibchen kann 6 Mal pro Jahr 7-10 Junge zur Welt bringen, welche ihrerseits nach ca. vier Monaten wieder geschlechtsreif sind.

Gefahr

Menschen
Wanderratten verursachen Schäden an Infrastruktur und Lebensmitteln und können Krankheiten übertragen. Schäden an Lebensmitteln entstehen durch Frass sowie durch Kontamination der Lebensmittel mit Kot und Urin. Durch das Nagen an Kabeln können sie Maschinen beschädigen und Stromausfälle hervorrufen. Verschiedene Krankheiten können via Flöhe (Pestbakterium, der Erreger der Pest), welche die Wanderratten auf sich tragen, oder via Lebensmittel, welche mit Wanderrattenkot oder -urin kontaminiert sind, auf den Menschen übertragen werden. Wenn Sie von einer Wanderratte gebissen werden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, denn auch auf diese Weise können Krankheiten übertragen werden.

Natur
Auf Inseln, welche zuvor frei von Prädatoren waren, können Wanderratten zu einem grossen Problem für Vögel und Insekten werden und zu deren Aussterben führen. In der Schweiz ist dieser Effekt nicht so gross, aber die Wanderratte ist trotzdem ein weiterer Räuber, der es auch auf Vogelnester abgesehen hat, welche in Bodennähe liegen.

Bekämpfung

Da Wanderratten überall da vorkommen wo sie Nahrung finden, soll als Prävention dieses Nahrungsangebot gar nicht erst bereitgestellt werden. Entsorgen Sie also keine Essensreste in der Toilette, schliessen Sie Mülltonnen, entsorgen Sie keine Essensreste auf dem Kompost, lagern Sie Lebensmittel in geruchsdichten Gefässen (z.B. Glas) und montieren Sie gegebenenfalls engmaschige Gitter vor die Kellerfenster. Auch der Einbau von Ausweitung in Abwasserrohren (so dass sich die Ratten nicht hochstemmen können) und der Einbau von Sicherungsklappen am Toilettenausfluss hindern die Waderratten am Fortkommen. Falls Sie doch Probleme mit Wanderratten haben sollten, dann wenden Sie sich an eine Fachperson. In vielen Städten werden die Wanderratten bekämpft.

 
Quellen               

Bundesamt für Umwelt

Umweltbundesamt Deutschland

Wikipedia

Wilde Nachbarn

SRF Einstein

STS Merkblatt

BAG: Gefahr bei Verwendung von Rattengift

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Zuletzt geändert 
16 Apr 2020 - 23:34

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