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Bisamratte

Der Nager kann Löcher in Dämme graben und diese instabil machen.
  • Erkennungsmerkmal der Bisamratte ist ihr seitlich abgeflachter Schwanz. Sie ist ca. 0.8-1.6kg schwer – also deutlich kleiner als der Biber und die Nutria.
  • Im Unterschied zum Biber baut die Bisamratte ihre Burgen nicht aus Ästen, sondern aus Wasserpflanzen.

Die Bisamratte stammt aus Nordamerika. Für die Pelzproduktion wurde sie vor ca.100 Jahren nach Euopra importiert. In der Nähe von Prag wurden 1905 die ersten Exemplare frei gelassen, weil die Leute "wilde Pelztiere" jagen wollten. Einige Exemplare schafften es auch selber aus Pelzfarmen auszubrechen. Da sie sich schnell fortplanzen, verbreitete sich das Tier rasant und wurde 1935 das erste mal in der Schweiz nachgewiesen.

Name Bisamratte oder Bisam (Ondatra zibethicus)
Herkunft Nordamerika
Vorkommen

Die Bisamrate kommt vor allem im Norden der Schweiz vor und breitet sich in den Süden aus. Sie ist stets im oder am Wasser.

Art der Verbreitung

Die Tiere breiten sich durch natürliche Fortpflanzung aus und wandern jeweils vor allem im Frühling und im Herbst in neue Gebiete ein.

Gefahr

Natur
Die Bisamratte frisst neben Pflanzen auch Schnecken und Krebse. Ausserdem frisst sie vor allem im Winter die vom Aussterben bedrohte Bachmuschel (Unio crassus). Bisamratten sollten deshalb im Lebensraum dieser Grossmuschel bekämpft werden.
Auf den Biber hat die Bisamratte, soweit bekannt, keine negativen Auswirkungen.

Mensch
Die Bisamratte kann Dämme und Kanäle beschädigen.

Bekämpfung

Früher wude das Tier intensiv mit Fallen gejagt. Laut Jagdstatistik wurden in der Schweiz in den letzten Jahren jeweils weniger als 25 Tiere pro Jahr erlegt.

Quellen               

Bundesamt für Umwelt

CSCF

Waldwissen

Stadtwildtiere

Wildtier

Esther Wullschleger Schättin

NZZ Folio

ALN: Bachmuscheln, BAFU: Rote Liste Weichtiere

Jagdstatistik

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Zuletzt geändert 
18 Apr 2020 - 15:54

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