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Belastbarkeitsgrenzen der Erde

Gemäss Forschern existieren für die Erde neun biophysikalische Belastbarkeitsgrenzen. Ein Überschreiten dieser kann für das System Erde verheerende Folgen haben. Vier Grenzen sind schon überschritten.
  • Die planetaren Belastungsgrenzen (Quelle: Printscreen aus BAFU-Film)

Die Grenzen des globalen Systems Erde

Die neun Belastbarkeitsgrenzen des Planeten (engl. planetary boundaries) zeigen die Grenzen des globalen Systems Erde auf. Um günstige Bedingungen für die weitere Entwicklung des Menschen sicherzustellen, sollten diese Grenzen nicht überschritten werden. Weil dadurch die ökologischen Grundlagen unserer Erde gestört würden, führt ein Überschreiten zu drastischen Veränderungen in der Gesellschaft. Nachfolgendes Erklärvideo des Bundesamts für Umwelt beschreibt die Problematik sehr gut:

Die bekannteste globale Grenze ist der Klimawandel. Weitere Grenzen sind die Versauerung der Ozeane, das Ozonloch, Überdüngung durch Stickstoff und Phosphor, atmosphärische Aerosolbelastung, Süsswassernutzung, Land- und Waldzerstörung, Biodiversitätsverlust und Verschmutzung durch Chemikalien. Bei vier dieser Grenzen haben wir als Erdbevölkerung den sicheren Handlungsraum schon verlassen: Der Verlust an Biodiversität, die Land- und Waldzerstörung, die Überdüngung und der Klimawandel sind schon in einem kritischen Stadium.

Was können wir tun?

Jeder einzelne kann einen Beitrag leisten, damit nicht noch mehr Belastungsgrenzen überschritten werden und die bestehenden Grenzen wieder eingehalten werden.

  • Konsumieren Sie vermehrt lokal produzierte, saisonale Lebensmittel. Kaufen Sie direkt ab Hof oder auf dem Markt (z.B. auf dem Luzerner Wochenmarkt)
  • Helfen Sie mit, die Biodiversiät im Siedlungsraum zu fördern und legen Sie Kleinstrukturen an.
  • Nutzen Sie Produkte so lange wie nur möglich, reparieren Sie defekte Geräte und werfen Sie diese nicht weg (www.reparaturführer.ch / www.repair-cafe.ch)
  • Achten Sie bei der Wohnungssuche nach Möglichkeit auf eine erneuerbare Energieproduktion. Der Gebäudeenergieausweis der Kantone GEAK ist die Energieetikette für Gebäude und gibt Auskunft über deren Energieklasse. Erfahren Sie auf der Karte im Luzerner Geoportal einfach die Energieklasse Ihres Gebäudes.
  • Überdenken Sie ihr Mobilitätsverhalten: Gehen Sie kurze Strecken zu Fuss oder mit dem Velo, benutzen Sie für grössere Distanzen Bahn oder Bus und verzichten Sie auf Flüge - auch wenn der günstige Preis lockt.
  • Kaufen Sie ein erneuerbares Stromprodukt (weitere Informationen unter www.naturemade.ch).
  • Achten Sie beim Kauf auf langlebige, energieeffiziente Geräte. Die Webseite www.topten.ch listet die sparsamsten Produkte pro Klasse auf.
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Zuletzt geändert 
11 Mär 2019 - 11:48

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Donnerstag, 9. Mai 2019
20.00 bis ca 21.30 Uhr
Grueb Triengen, Grossfeld
Veranstalter: 
Pro Natura Luzern und ecovia
Auf dieser abendlichen Exkursion besuchen wir das Pro Natura-Schutzgebiet «Grueb» in Triengen.

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