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Sortenvielfalt - Äpfel

Apfel ist nicht gleich Apfel. Alleine im Kanton Luzern findet man mehr als hundert verschiedene Apfelsorten und jede Sorte hat ihre ganz besonderen Vorzüge. Am Beispiel des Apfels kann man erahnen, wie wertvoll Vielfalt ist. Diese Vielfalt lässt sich auch kulinarisch nutzen.
  • Bild einer Mini-TarteTatin mit einer Kugel Eiscrème.
    Am Ende des Beitrags gibt es ein Rezept für eine leckere Tarte Tatin. Foto: Ross Bruniges
  • Äpfel am Baum
    Im Geschäft werden häufig perfekte Äpfel erwartet. Kleine Macken werden nicht gerne gesehen.
  • Rote Äpfel - Nahaufnahme
    Wie diese Äpfel wohl schmecken? Quelle: Johann Rela

Der Apfel ist das am meisten gegessene und produzierte Obst der Schweiz. Laut der Sortendatenbank von Pro Specie Rara gibt es in der Schweiz 544 Apfelsorten. Sie alle unterscheiden sich in Geschmack, Farbe, Reifezeitpunkt, Lagerfähigkeit und Anfälligkeit gegenüber Frost, bestimmten Schädlingen oder Obstkrankheiten.

 

Vielfalt = Robustheit

Kein Jahr ist gleich wie das andere. Einmal gibt es einen Wintereinbruch im April, einmal regnet es den ganzen Sommer über, im Jahr darauf ist es besonders trocken, etc. Diese Wetterkapriolen können die Apfelernte stark beeinflussen, aber nicht nur. Bei bestimmten Wetterbedingungen können sich Obstkrankheiten viel besser Ausbreiten oder Schädlinge sich besser vermehren.  Dank der grossen Vielfalt gibt es aber immer Apfelsorten, die an die Gegebenheiten angepasst und gegenüber Krankheiten resistent sind. So gibt es auch in einem "schlechten Apfeljahr" noch genug Äpfel.

 

Saisonalität und Haltbarkeit

Dass in der Schweiz produzierte Äpfel bei uns das ganze Jahr über verfügbar sind, verdanken wir ebenfalls der Sortenvielfalt. Alle Apfelbäume blühen im Frühjahr - für gewöhnlich Anfang April. Manche Sorten reifen allerdings besonders schnell und können bereits ab August geerntet werden. In der Region Luzern sind vor allem die Frühsorten Gravensteiner und Klarapfel erhältlich; jedoch maximal bis Ende Oktober.

Die meisten Apfelsorten werden erst ab Mitte September gepflückt. Sie werden unterteilt in Herbstsorten, die nach der Ernte für 2-4 Monate erhältlich sind und Lagersorten, die dank moderner Lagertechnik ohne Qualitätseinbussen bis zu 10 Monate gelagert werden.

 

Apfelsorten im Überblick

Frühsorten Herbstsorten Lagersorten
Klarapfel Rubinette Gala
Gravensteiner Cox Orange Boskoop
Summerred Kidd's Orange Golden Delicious
Galmac Elstar Jonagold
    Idared
Braeburn
Maigold

 

Vielfalt bei der Verwendung

Gut die Hälfte der in der Schweiz produzierten Äpfel werden als Tafelobst verkauft. Die übrigen Äpfel werden zu Most, Apfelwein, Essig, Dörrobst oder Konservenmus verarbeitet. Dabei gibt es mehrere Sorten, die einzig zur Mostproduktion angebaut werden und zum frischen Verzehr kaum geniessbar sind. Auch das Tafelobst wird nicht immer roh gegessen, mit einem guten Rezept entstehen die besten Apfeljalousien oder eine leckere...

 

...Tarte Tatin

  • Für den Belag vier grosse Äpfel (am besten Cox Orange oder Boskop) rüsten und in Schnitze schneiden. Die Schnitze mit Zitronensaft beträufeln.
  • 120 g Zucker bei kleiner Hitze in einem Topf caramellisieren und gleichmässig in eine Wähenform gießen - Vorsicht sehr heiss!
  • Die Apfelschnitze nebeneinander in Wähenform legen und 60 g Butter in Flöckchen darüber streuen. 
  • Mürbeteig (selbstgemacht oder fertig gekauft) auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und auf die Äpfel legen.
  • Die Tarte auf der mittleren Schiene etwa 30 Min. bei 200° (Umluft: 180°) backen*, bis der Teig hellbraun und knusprig ist.
  • Form aus dem Ofen nehmen und die Tarte auf eine Tortenplatte stürzen. Tarte heiß servieren.

* Energiespartipp: Bei Backzeiten von mehr als 20 Minuten ist es nicht nötig den Backofen vorzuheizen 

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Zuletzt geändert 
16 Aug 2017 - 15:49

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