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Hilfe, Tauben nisten bei mir

Die Stadttaube (=Strassentaube) ist seit über 100 Jahren in Luzern heimisch und als Stadttier eine Bereicherung. Spätestens seit 1970 gilt sie auch als Problemvogel: 2001 lebten schätzungsweise 7000 Tauben in der Stadt Luzern und produzierten jährlich bis zu 80 t Kot. Sind Tauben sehr zahlreich, leben sie zwangläufig enger zusammen und Krankheiten sowie Parasiten können sich einfacher ausbreiten. Schuld an den Missständen ist das zu grosse Nahrungsangebot: Erhalten Tauben viel Futter, vermehren sie sich rasant!

Was tun, wenn sich Tauben auf dem Balkon niederlassen?

Tauben sind standorttreu: Ein einmal gewählter Aufenthaltsort verlassen sie nur ungerne. Werden sie vertrieben, kommen sie oftmals bald wieder zurück. Am wirksamsten ist das Vertreiben nach Anbruch der Dämmerung beispielsweise mit Wasserspritzer oder Lärm. Denn Tauben sehen schlecht in der Dunkelheit und suchen im Dunkeln nur ungerne eine neue Bleibe. Wichtig ist, dass die Tauben auf Ihrem Balkon keine Nahrung finden. Da Tauben Allesfresser sind, heisst das: keine Brotkrümmel, kein Kompost, keine Meisenknödel usw..

Und wenn sie auf dem Balkon zu Nisten beginnen?

Handeln Sie schnell: Nehmen Sie das angeschleppte Nistmaterial umgehend weg und gestalten Sie den Platz für die Vögel möglichst unattraktiv: Versperren Sie den Nistplatz beispielsweise mit einem grosser Stein, verschliessen Sie die Nist-Nische, oder – falls Tauben in einen Blumentopf nisten – stellen Sie diesen weg. In machen Fällen sind erst Taubenabwehrsysteme wirksam (-> siehe Broschüre).
Beim Aufziehen von jungen Tauben entsteht rund um das Nest sehr viel Kot, aus hygienischen Gründen ist dies auf Balkonen nicht tolerierbar. Kommt dazu: Wenn Tauben einmal an einem Ort erfolgreich gebrütet haben, versuchen sie es wieder. Sobald die Jungtiere flügge sind, werden die nächsten Eier gelegt, und das meist unabhängig der Jahreszeiten. Nach erfolgreicher Brut ist es meist noch viel schwieriger, sie wieder zu vertreiben.

Zu spät bemerkt?

Waren Sie länger abwesend und haben die Nestbautätigkeiten auf dem Balkon nicht bemerkt? Hat es bereits Eier, oder – nach 18 Tage Brutzeit -  gar Jungtiere im Nest? Dann nehmen Sie zur Beratung mit der zuständigen Person der Stadt Luzern, Umweltschutz Kontakt auf.

Erfolgreiches Projekt «Stadttauben Luzern»

Das Luzerner Projekt wurde im Jahr 2001 vom Stadtrat ins Leben gerufen. Wichtigste Ziele waren die Reduktion der Taubenpopulation auf die Hälfte und die Verbesserung deren Gesundheitszustandes. Im Rahmen des Projektes entstanden Taubenschläge mit kontrollierten Brutbedingungen. Die Menschen wurden intensiv über die Fütterungsproblematik informiert und wiederholt aufgefordert, dies zu unterlassen. 2006 wurde das wichtigste Projektziel erreicht: Der Taubenbestand konnte deutlich reduziert werden. Dank regelmässigen Zählungen ist bekannt, dass in der Stadt Luzern heute noch 2000-3000 Tauben leben.

Weitere Informationen zu Tauben finden Sie unter: 
https://www.stadtluzern.ch/thema/1615#Stadttauben

Broschüre "Taubenabwehr" unter: 
https://www.stadtluzern.ch/_docn/1170814/Stadttauben_Taubenabwehr_Feb2016.pdf

Zuletzt geändert 
7 Okt 2019 - 13:40

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