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Verpackungsmaterial vermeiden

Mit einfachen Massnahmen können wir dazu beitragen, dass sich unser Plastikkonsum im Alltag massiv reduziert. Lernen Sie einige wichtige Tipps und Tricks kennen.
  • Vorratsschrank "Minimal Waste" (Foto: Hermann, Luzern)
  • Unverpackt einkaufen (Foto: Quai4-Märkte, Luzern)
    Unverpackt einkaufen (Foto: Quai4-Märkte, Luzern)
  • Selbst hergestellte Waschmittel (Foto: Hermann, Luzern)

Abfallweltmeister

Unterwegs in anderen Ländern sind wir oft schockiert ab den immensen Mengen an Abfall in der Öffentlichkeit. Weltmeisterin im Produzieren von Abfall ist jedoch die Schweiz. Aufgrund des hohen Wohlstandes und dem damit verbundenen Konsumverhalten ist die Schweiz eines der Länder mit den höchsten Siedlungsabfallaufkommen der Welt 1). Nur sind die Abfallberge bei uns nicht sichtbar, denn wir können uns ein sehr gut entwickeltes Abfalltrenn- und Sammelsystem leisten. Wir sammeln und recyceln und fühlen uns dabei gut, vergessen jedoch, dass wir mit unserem exzessiven Konsum und den damit anfallenden Abfallprodukten (Wegwerfartikeln und vor allem Verpackungsmaterialien) die Umwelt und das Klima stark belasten. Sei es durch die Produktion, den Transport, die Entsorgung oder auch das Recycling. Alles benötigt Energie und setzt CO2 frei.

Minimal Waste

Unter dem Begriff "Minimal Waste" versteht man die Absicht möglichst wenig Abfall zu produzieren. Ganz von heute auf morgen geht die Umstellung auf einen bewussten Konsum jedoch nicht. Denn mit dem einfachen Gang zum Supermarkt, wo die meisten Lebensmittel in Plastik verpackt sind, ist dann Schluss. Man muss sich nach neuen Bezugsquellen umsehen und vor allem am Anfang auch etwas mehr Aufwand für den Einkauf auf sich nehmen. Hat man die Umstellung jedoch einmal geschafft, kann sich die Abfallmenge locker auf einen kleinen Sack pro Monat - oder sogar auf weniger reduzieren.  

Wie aber kann das gelingen?

Zu empfehlen ist das Einkaufen mit eigenen Behältern (die oft zu Genüge bereits im Haushalt vorhanden sind) oder mit Stoffbeuteln, die man mit Stoffresten selber herstellen kann. Auf dem Wochenmarkt oder beim lokalen Bauern kann das Gemüse ohne Verpackung eingekauft werden. Zwei positive Nebeneffekte: Die Qualität der lokalen Produkte ist oft besser als die Massenware im Supermarkt und man hat einen direkten Bezug zum Produzenten. Um möglichst keine Produkte mit Mikroplastik und anderen umweltschädlichen Inhalten zu verwenden, können Putzmittel und Kosmetika aus natürlichen Zutaten selber hergestellt werden. Hat man einen eigenen Garten oder einen grossen Balkon kann mit dem direkten Anbau von eigenem Gemüse, Kräutern und Obst viel Verpackungsabfall eingespart werden.
1) Quellen: Bundesamt für Umwelt:
https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/abfall/inkuerze.html

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/abfall/publikationen-studien/publikationen/entsorgen.html

 

Tipps für einen verpackungsarmen Lebensstil: 

  • Immer eigene Behälter und Taschen zum Einkaufen mitnehmen

  • Take Away Verpflegung in den eigenen Behälter abfüllen lassen oder sich bei Anbietern von ReBOX von ReCIRCLE verpflegen

  • Nur so viele Produkte einkaufen, wie man braucht (Mengenrabatte und Aktionen lohnen sich nicht, wenn man das Produkt nicht wirklich braucht)

  • Putzmittel, Kosmetika und Seifen selber herstellen. Bücher mit Anleitungen dazu gibts zum Ausleihen im öko-forum

  • Stoffservietten, Stoffsäcke, Wattepads aus altem Bettbezug/Frotteetüchern selber herstellen (Upcycling)

  • Knuspermüsli aus Haferflocken mit Honig vom lokalen Imker und mit selbstgesammelten Nüssen und Beeren aus dem Wald mischen.

  • Kräuter selber anbauen und trocknen; Bücher mit Anleitungen dazu gibts zum Ausleihen im öko-forum

 

"Unverpackt" einkaufen in der Region:

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Zuletzt geändert 
22 Mär 2019 - 16:05

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Oekosiedlung Untergrundhof, 6032 Emmen
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Bioterra Luzern-Innerschweiz
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