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Spuren im Schnee

Bei einem Winterspaziergang im Schnee können Sie Tierspuren entdecken. Verhalten Sie sich so, dass die Wildtiere keinem Stress ausgesetzt sind.
  • Katzentrittsiegel

Der Winter ist für Wildtiere die schwierigste Zeit im Jahr. Für das knappe Futterangebot sind sie grundsätzlich vorbereitet, vorausgesetzt, wir Menschen stören ihren Lebensraum nicht unnötig. Wenn wir bei der Suche von Tierspuren im Schnee die wichtigsten Regeln einhalten, ist dies eine wundervolle Begegnung mit der Natur.

Trittsiegel oder Fährte?

Abdrücke von Pfoten, Hufen oder Vogelfüssen nennt man Trittsiegel. Die Spur (oder bei Schalenwild auch Fährte) setzt sich aus den einzelnen Trittsiegeln zusammen. An der Spur lässt sich erkennen, ob das Tier auf der Flucht oder auf Futtersuche war. Sie können sogar das Alter und das Geschlecht bestimmen. Das braucht natürlich Übung. Mit den Bestimmungshilfen in unserer Umweltbibliothek findet man leicht einen Einstieg (siehe am Artikelende).

Ausrüstung

Unbekannte Spurenabdrücke lassen sich am besten zuhause mit Vergleichsmaterial und Bestimmungshilfen einem Tier zuordnen. Spontane Funde lassen sich mit einer Handykamera festhalten. Ganz wichtig ist es, einen Grössenvergleich neben die Spur zu legen (z. B. eine Münze oder ein Sackmesser). Die Grösse ist oft ein wichtiges Entscheidungsmerkmal.

Möchten Sie aktiv auf Spurensuche gehen, hilft ein gutes Bestimmungsbuch, um vor Ort das Trittsiegel zu bestimmen. Eine einfache und sehr effiziente Methode ist, die Spur mit transparentem Papier durchzupausen. Wichtige Notizen wie Fundort und Datum lassen sich dann direkt auf dem Papier auftragen. Auch kleine entscheidende Details sind auf einer "Durchpausspur" meist besser zu erkennen als auf einer Fotografie. Entscheiden Sie sich, die Fährte fotografisch festzuhalten, legen Sie einen Lineal neben die Spur und machen mehrere Fotos aus verschiedenen Winkeln.

Haben Sie eine interessante Spur entdeckt und können sie nicht bestimmen?

Gerne helfen wir weiter. Schicken Sie uns ein Foto mit Grössenvergleich und Angaben zum Fundort auf oeko-forum@umweltberatung-luzern.ch.

Wildruhezonen beachten

Da die Wildtiere im Winter weniger Nahrung zur Verfügung haben, zehren sie von den im Herbst angelegten Fettreserven. Sie bewegen sich nur noch wenig und verbringen den grössten Teil der Zeit an geschützten Stellen. Da Wildtiere nicht so einfach ausweichen können, gibt es verschiedene Wildruhezonen. Diese dürfen während dem Winter nicht oder nur beschränkt für Freizeitaktivitäten genutzt werden. Der Zutritt zu Wildruhezonen ist ausschliesslich auf gekennzeichneten Wegen erlaubt. Hunde sind unbedingt an der Leine zu führen.

Bestimmungshilfen in unserer Umweltbibliothek

Kinder- und Jugendbücher

Zuletzt geändert 
18 Nov 2019 - 18:46

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Samstag, 23. November 2019
13.45 - 15.45 Uhr
Bahnhof Waldibrücke
Veranstalter: 
Pro Natura Luzern
Gut versteckt und doch unübersehbar - wir folgen den Spuren des Bibers.

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