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Amphibien

Amphibien führen ein unscheinbares Leben zwischen Wasser und Land. Nur in der Laichzeit machen einige von ihnen lautstark auf sich aufmerksam. Doch leider werden ihre Rufe seltener. Entsprechend wichtig ist es, dass der Schutz von Laich, Kaulquappen und ausgewachsenen Tieren respektiert wird.
  • Gelbbauchunke (Bombina variegata)
    Die dreieckigen Pupillen der Gelbbauchunke können herzförmig sein. © Veronika Feichtinger
  • Kaulquappen sind vielen Gefahren ausgesetzt
    Kaulquappen sind vielen Gefahren ausgesetzt

Amphibien waren die ersten Wirbeltiere, die vor rund 400 Millionen Jahren vom Meer aus das Land besiedelten. Ihre Verbindung zum Wasser blieb allerdings im Laufe der Evolution bestehen. Denn mit ihrer wasserdurchlässigen Haut sind Amphibien an Land ständig vom Austrocknen bedroht. Daher leben die meisten Amphibien der Welt in Regenwäldern, wo stets eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Doch Amphibien gibt es nicht nur in Regenwäldern.

Amphibien in der Schweiz

In der Schweiz entwickelten die Amphibien spezielle Lebensweisen, um auch in trockeneren Regionen bestehen zu können. Sämtliche einheimischen Amphibienarten verbringen ihre Larvalentwicklung im Wasser. Die ausgewachsenen Tiere hingegen leben nur während der Balz- und Laichzeit im oder am Gewässer. Die meiste Zeit des Jahres verbringen sie im feuchten Laub, in Erdhöhlen und an anderen Standorten mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Gefährdung

Vierzehn der zwanzig einheimischen Amphibienarten sind gefährdet und stehen auf der Roten Liste. Sie sind akut vom Aussterben bedroht. Die Gründe dafür sind vielfältig. Der Rückgang geeigneter Lebensräume durch die Trockenlegung von Feuchtgebieten und die starke Bautätigkeit haben den Amphibien stark zugesetzt. Die verbleibenden Landlebensräume und Laichgewässer sind oft weit von einander entfernt, womit viele Amphibien auf dem Weg von Feinden gefressen oder von Fahrzeugen beim Überqueren von Strassen getötet werden. Weitere Gefahren liegen in der Zunahme von Umweltgiften (z.B. Pestizide) und durch eingeschleppte Krankheiten, die von Haustieren auf die Amphibien übertragen wurden.

Geschützte Tiere

Um einen weiteren Rückgang bzw. das Aussterben der Amphibien zu verhindern, stehen alle zwanzig einheimischen Arten unter Schutz. Es ist verboten sowohl Laich oder Kaulquappen einem Teich zu entnehmen und zu Hause aufzuziehen, als auch ausgewachsene Tiere einzufangen. Lehrpersonen können beim Kanton eine Sonderbewilligung beantragen, um ihren Schülern die faszinierende Entwicklung vom Ei zum Frosch im Schulzimmer zeigen zu können.

Im Umgang mit Amphibien gilt die Goldene Regel: "Mit de Auge luege."

Amphibien im Garten

Sie können Amphibien auch in Ihrem Garten fördern, wobei verschiedene Bereiche beachtet werden sollten. Tipps und Hinweise finden Sie in der Stichwort-Broschüre Amphibien-Garten. Auf der Internetseite der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz finden Sie Portraits aller einheimischen Amphibienarten. So können Sie Ihre neuen Gartenbewohner auch gleich identifizieren.

Zuletzt geändert 
24 Okt 2017 - 14:29

Aktuelle Veranstaltung

Mittwoch, 2. Januar 2019
14 bis 17 Uhr
Natur-Museum Luzern, 6003 Luzern
Veranstalter: 
Natur-Museum Luzern
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