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Artenvielfalt im Garten

Mit einheimischen Pflanzen können Lebensräume für Vögel, Bienen, Schmetterlinge sowie viele weitere Tiere geschaffen werden. Pflanzen mit attraktiven Blüten, langanhaltendem Fruchtschmuck, essbaren Früchten oder wunderschöner Herbstfärbung erfreuen einheimische Tiere und Insekten das ganze Jahr über. Auch für Gartenliebhaber haben einheimische Pflanzen viel zu bieten.
  • Baumweissling auf Wittwerblume - einheimischer Schmetterling auf einheimischer Pflanze

Was tun?

Einheimische statt exotische Arten

In unseren Gärten wachsen viele exotische Arten. Für uns Menschen sind die farbig blühenden Pflanzen eine Augenweide. Einer Mehrheit der Tiere bieten sie jedoch kaum Nahrung. Ein bekanntes Beispiel ist die im Frühling auffällig gelb blühende Forsythie: Bei ihr finden Insekten keinen Nektar. Einheimische Pflanzen hingegen bieten Nahrung, Schutz und Lebensraum für einheimische Vögel, Schmetterlinge, Wildbienen und andere Tiere. Einige der Exoten sind aufgrund ihres üppigen Wuchses und ihrer schnellen Verbreitung gar als problematisch einzustufen. Wenn sie aus Gärten und Parkanlagen verwildern, breiten sie sich in der Natur unkontrolliert aus. Dort verdrängen exotische Problempflanzen einheimische Pflanzenarten und verändern den Lebensraum einheimischer Tiere.

Zur Erhaltung der Biodiversität beachten Sie bitte folgende Punkte:

  • Pflanzen Sie anstelle exotischer Arten einheimische Stauden, Sträucher und Bäume.

  • Bestellen Sie bei der Gärtnerei explizit einheimische Arten. Nennen Sie die lateinischen Namen, damit Verwechslungen ausgeschlossen sind oder suchen Sie spezialisierte Fachgärtnereien mit einer grossen Vielfalt an einheimischen Pflanzen auf.

  • Entsorgen Sie exotische Problempflanzen sachgemäss.

 

Ein Garten voller Leben

Helfen Sie mit, die einheimische Artenvielfalt zu stärken und fassen Sie Mut zu einem naturnahen Garten:

  • Wählen Sie einheimische Pflanzen und verzichten Sie auf eintönige Hecken aus Thuja und anderen exotischen Sträuchern.
  • Säen Sie eine Blumenwiese statt einem eintönigen Rasen zur Förderung der Insekten.
  • Verzichten Sie auf Mähroboter und lassen Sie Krautsäume stehen, um der Vielfalt an Pflanzen und Tieren eine Chance zu geben.
  • Bauen Sie Stein-, Ast- und Laubhaufen als Lebensraum und Rückzugsort für Tiere.
  • Legen Sie Schotterflächen und Trockenmauern für sonnenhungrige Tiere und Pflanzen an.
  • Verzichten Sie bewusst auf giftige Pflanzenschutzmittel* und andere Gifte (Fungizide, Pestizide etc.).

*In Privatgärten ist der Einsatz von Herbiziden auf Wegen und Plätzen grundsätzlich verboten.

Zuletzt geändert 
2 Sep 2019 - 16:38

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