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Kürbis

Kürbisse sind der Inbegriff des Herbsts. Die Sortenvielfalt ist enorm - ebenso die Möglichkeiten, was sich daraus herstellen lässt.

Sorten

Kürbisse gehören der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) an. Von Zierkürbissen, über Speisekürbisse zu Halloweenkürbissen zeigen sie sich in unterschiedlichsten Formen und Farben. So gibt es über 800 verschiedene Sorten, wobei nur ein paar wenige als Speisekürbisse geniessbar sind.

Die gängigsten Speisekürbisse

Sorte Geschmack Verwendung
Butternuss-Kürbis Buttriges Fruchtfleisch, süsslich-nussig im Geschmack Pürieren, Kochen, Braten, Backen, roh im Salat, ideal zum Füllen
Early Harvest (Halloween-Kürbis) süsslich-mild Geeignet für Suppen, Kuchen, Pürées, Konfitüren, Kürbis schnitzen
Hokkaido sehr aromatisch, nussig Kann für alle Kürbisgerichte eingesetzt werden, Schale muss nicht entfernt werden
Muskatkürbis säuerlich, Geschmack von Muskatnuss Eignet sich vor allem für Süssspeisen, Suppen, roh im Salat

Geniessbar oder nicht

Grundsätzlich gilt, dass nur Speisekürbisse geniessbar sind. Zierkürbisse können giftig sein. Sie sind nicht viel kleiner als Speisekürbisse, lassen sich aber durch ihr farbenfrohes Erscheinungsbild und die vielfältigen Formen von den Speisekürbissen unterscheiden. Auch das Fruchtfleisch kann als Unterscheidungskriterium dienen. So weisen Zierkürbisse nur wenig Fruchtfleisch auf und haben einen bitteren Geschmack. Verantwortlich für den bitteren Geschmack ist das Cucurbitacin. Dieser Bitterstoff ist leicht giftig und kann Erbrechen und Durchfall verursachen.

Kürbis selber ziehen - Tipps für den nächsten Frühling

Wer seinen Kürbis selber ziehen möchte, sollte die Samen vom Fachhändler besorgen. Werden Samen vom Vorjahr zum Ziehen der Kürbisse verwendet, kann es sein, dass der neu gewachsene Kürbis völlig andere Eigenschaften aufweist. Dies weil diese Samen nicht sortenrein sind.

Anzucht

Sind die gewünschten Samen vorhanden, steht der Pflanzung im Frühling nichts mehr im Wege. Zuerst werden die Jungpflanzen gezogen. Dabei sollten spätestens Ende April die Samen in kleine Töpfe (ca. 10 cm Durchmesser) mit Aussaatsubstrat gegeben und gut befeuchtet werden. Die kleinen Töpfe können Sie auf dem Fenstersims aufstellen (Optimale Temperatur: 20 bis 24°C). Nach ca. 1 Woche zeigen sich die Keimblätter.

Auspflanzen

Mitte Mai (nach den Eisheiligen) können die jungen Pflänzchen ins Freie. Damit sie den Umzug gut überstehen, ist eine Abhärtung der Pflanzen empfehlenswert. Haben sie sich an das Aussenklima gewöhnt, können sie ins Beet gesetzt werden. Da die Wurzeln sehr empfindlich sind, sollten Sie darauf achten, dass dieser Arbeitsschritt sehr vorsichtig durchgeführt wird.

Pflege

Die Kürbispflanze braucht viel Platz und wächst an einem sonnigen, warmen und feuchten Standort am besten. Da die Pflanze viele Nährstoffe braucht, ist ein Platz in der Nähe eines Kompostes sehr gut geeignet. Bei der Bewässerung sollten Sie darauf achten, dass Sie die Blätter nicht benetzen, da sonst die Gefahr von Sonnenbrand besteht. Die Pflanzen sind sehr kälteempfindlich und überleben Frost kaum.

Ernte

Zwischen Ende August bis Ende Oktober können Sie die köstlichen Kürbisse ernten. Der Klopftest kann als Reifeindikator dienen. Ertönt dabei ein hohles Geräusch, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Kürbis erntereif ist. Ein weiteres Zeichen für die Reife ist der trockene, verholzte Stiel.

Frucht oder Gemüse?

Botanisch gesehen gehören Kürbisse den Beeren an. Beeren sind Früchte, die aus einem einzigen Fruchtknoten eine Schliessfrucht bilden.

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Zuletzt geändert 
12 Jul 2017 - 12:47

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