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Kleidermotten

Löcher im Lieblingspullover können viele Gründe haben. Oft liegt es z.B. an einem metallenen Reissverschluss oder an BH-Verschlüssen, die das feine Gewebe während des Waschens beschädigen. Ärgerlich wird es, wenn Kleidermotten im Spiel sind, dann ist schnelles Eingreifen gefragt. Mit ein paar Tricks kann man einem Befall der häuslichen Textilien aber gut vorbeugen.
  • Schwirren Kleidermotten im Zimmer herum ist dies ein sicheres Zeichen für einen Befall.

Kleidermotten sind kleine Falter, gehören also zu den Schmetterlingen. Die Larve der Kleidermotte ernährt sich von Keratin, einem Protein, das in tierischen Haaren und Federn vorhanden ist. Kleidermotten legen ihre Eier deshalb bevorzugt auf Textilien, die zu mehr als 20 % aus Wolle bestehen.

Besonders gefährdet sind verschwitzte / verschmutzte Kleidungsstücke sowie solche, die über längere Zeit nicht getragen wurden. Pflanzliche und synthetische Fasern oder Seide werden erst bei starkem Befall oder mangels anderer Futterquellen angegriffen.

Vorbeugen

Um das Zufliegen von Kleidermotten zu verhindern, können Fliegennetze an den Fenstern installiert werden. Im Kleiderschrank helfen Duftsäckchen, gefüllt mit Lavendel, Kampfer, Walnussblättern oder Zedernholz, Motten fernzuhalten. Die Säckchen sollten regelmässig erneuert werden, da sich der Duft mit der Zeit verflüchtigt. Getragene und verschmutzte Textilien sollten nie lange herumliegen gelassen werden.

Wollene Winterkleider übersommern

Wer seine Winterkleider den Sommer über auf dem Estrich lagert, sollte sie vorgängig waschen, auslüften oder ausklopfen. Zum Einlagern eignen sich gut schliessende Kästen oder Kleidersäcke. Kühle und trockene Lagerorte sind zudem unattraktiv für Kleidermotten.

Teppiche schützen

Häufiges Staubsaugen, Ausklopfen und Auslüften hilft Teppiche vor einem Befall zu bewahren. Der Einsatz von Mottenkugeln oder –streifen ist nicht zu empfehlen, die darin enthaltenen Gifte sind sowohl für den Menschen als auch für die Umwelt problematisch.

Befall erkennen

Erkennen lässt sich ein Kleidermottenbefall an unregelmässig geformten Löchern oder zerfransten Rändern in den betroffenen Stoffen. Oft entdeckt man den Befall aber erst, wenn bereits ausgewachsene Motten herumfliegen. Dann müssen sämtliche Textilien, die als Quelle in Frage kommen, überprüft werden. Dabei findet man Raupen, Puppen, Spinnfäden und vermutlich weitere Löcher.

Bekämpfen

Im Kleiderschrank

Die betroffenen Textilien sollten möglichst heiss gewaschen werden, was aber gerade bei Wolle schwierig ist. Alternativ können die Kleidungsstücke für mindestens eine Woche in den Tiefkühler gelegt werden. Wichtig ist, dass der Kleiderschrank sorgfältig bis in die kleinste Ritze gereinigt wird.

Im Teppich

Spannteppiche können mit einem Dampfreiniger bei 70°C behandelt werden. Für andere Teppiche ist es am besten, wenn man sie einem Spezialisten zur Reinigung übergibt. Auf jeden Fall sollte nach allen Massnahmen eine regelmässige Nachkontrolle durchgeführt werden.

Einsatz von Nützlingen

Im Handel sind kleine Kärtchen mit Schlupfwespen (Trichogramma evanescens) erhältlich. Diese müssen wiederholt zwischen die Textilien gelegt werden. Die Schlupfwespen sind winzig klein, für den Menschen kaum sichtbar und ungefährlich. Sie parasitieren die Motteneier, indem sie ihre Eier darin ablegen. Wenn keine Motteneier mehr vorhanden sind, verschwinden die Schlupfwespen von alleine, denn nun fehlt ihnen die nötige Nahrungsgrundlage.

Zuletzt geändert 
14 Dez 2017 - 16:43

Aktuelle Veranstaltung

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Samstag, 22. September 2018
11.00 bis 12.30 Uhr
Natur-Museum Luzern, Kasernenplatz 6, 6003 Luzern
Veranstalter: 
Natur-Museum Luzern
Für Menschen mit und ohne geistige Behinderung.

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