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Steinmarder

Den Steinmarder entdeckt man mit etwas Glück während der Abenddämmerung. Der ursprüngliche Felsenbewohner fühlt sich auch in urbanen Siedlungsgebieten wohl. Häuserzeilen entsprechen künstlichen Felslandschaften und Dachstöcke bieten Unterschlupf.
  • Steinmarder in einer winterlichen Landschaft
    Marder sind auch im Winter aktiv

    Trivialname

    Hausmarder, Marder, Steinmarder, Dachmarder

    Wissenschaftlicher Name

    Martes foina

    Lebensraum

    Ursprünglicher ist der Steinmarder ein Felsenbewohner. Kleinstrukturen wie Asthaufen, naturnahe Gärten, Gebüsche, und Hecken  fördern die einheimischen Raubtiere auch im urbanen Siedlungsgebiet. Oft nutzen die Marder auch zugängliche Dachböden, Scheunen oder Gartenhäuschen als Unterschlupf. Doch nicht alle erfreuen sich am Steinmarder, denn manchmal reissen die Wildtiere Hühner, stehlen Eier, durchbeissen Autokabel, machen ohrenbetäubend  Radau oder zerfetzen Isoliermaterial. Haben Sie auch einen Marder im Wohngebäude? Gerne beraten wir Sie im Umgang mit dem einheimischen Wildtier.

    Verbreitung in der Schweiz

    Steinmarder sind in der ganzen Schweiz weitverbreitet und kommen bis auf eine Höhe von 2400 Metern vor.

    Lebensweise

    Mit etwas Glück begegnen Sie im Siedlungsgebiet während der Dämmerung einem Marder, der eilig über die Strasse rennt. Gerne verstecken sich Steinmarder unter Autos, die ihnen auf ihren Streifzügen gute Deckung bieten. Marder sind Einzelgänger und beanspruchen ein Revier von etwa 80–150 Hektaren. In ihrem Revier dulden sie keinen Rivalen, nur während der Paarungszeit im Juni und August sucht sich das Weibchen ein passendes Männchen. Während der Aufzucht der Jungtiere (März bis August), sorgen die verspielten "Poltergeister" in Wohnhäusern oft für Ärger und schlaflose Nächte. Der Speiseplan des Steinmarder ist vielseitig: Ratten, Mäuse Hasen, kleine Vögel, Insekten, Regenwürmer, Katzenfutter, Speisereste, Obst, Beeren und rohe Eier.

    Marder und Autos

    Um das Auto vor Maderverbissen zu schützen, eignet sich eine dicht abschliessbare Garage. Autokabel können durch eine Ummantelung aus Hartplastik geschützt werden. Mittlerweile stellen aber die meisten Hersteller "mardersichere" Autokabel her.

    Marder im Haus

    Um Steinmarder erfolgreich aus dem Wohnhaus zu beseitigen, gibt es nur ein Erfolgsrezept: Den Marder vertreiben und aussperren. Einschlupflöcher zum Unterschlupf müssen versperrt werden. Dabei muss aber sichergestellt sein, dass sich kein Marder mehr im Haus aufhält. Löcher und Lücken, die grösser als 5 cm sind, müssen verschlossen werden. Ausserdem sollte der Weg zum Unterschlupf/Dachbodem unpassierbar sein (keine Kletterpflanzen an der Hauswand und keine herunterhängende Äste).

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    Zuletzt geändert 
    8 Nov 2016 - 14:09

    Aktuelle Veranstaltung

    Bild zu Anlass
    Donnerstag, 23. August 2018
    20.00 Uhr
    Natur-Museum Luzern
    Veranstalter: 
    Natur-Museum Luzern
    In Zusammenarbeit mit BirdLife Luzern.

    Angebot

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