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Schmalblättriges Greiskraut

Schmale Blätter, breites Gefahrenpotenzial: Das Schmalblättrige Greiskraut verbreitet sich über Samen schnell und ist zudem giftig für Mensch und Tier.
  • Das Schmalblättrige Greiskraut verbreitet sich entlang von Strassen und Schienen.
  • Das Schmalblättrige Greiskraut wurde über den Handel mit Schafwolle aus Südafrika ungewollt eingeschleppt. Heute gehört es zu den gefährlicheren Neophyten und steht auf der Schwarzen Liste.
  • neobiota neophyte schmalblättriges greiskraut kreuzkraut senecia inqequidens senecio reclinatus auct. senecio herveianus auct.
    Das Schmalblättrige Greiskraut wurde über den Handel mit Schafwolle aus Südafrika ungewollt eingeschleppt. Heute gehört es zu den gefährlicheren Neophyten und steht auf der Schwarzen Liste.

Es kam mit Schafwolle aus Südafrika, heute geht vom Schmalblättrigen Greiskraut eine Gefahr für Flora und Fauna aus. Einerseits ist es nämlich giftig für Mensch und Tier, was besonders in der Landwirtschaft zum Problem werden kann. Andererseits verbreitet sich die Problempflanze mit Flugsamen über weite Strecken. Besonders entlang von Verkehrsflächen gibt es bereits grossflächige Vorkommen. Das Schmalblättrige Greiskraut gehört daher zu den verbotenen invasiven gebietsfremden Pflanzen.

Das Bekämpfungsziel für diesen Neophyten im Kanton Luzern: Die Bestände aktiv reduzieren!

Das Schmalblättrige Greiskraut kam mit Schafwolle aus Südafrika nach Europa. Es ist giftig für Mensch und Tier und in der Schweiz verboten.


 

Name Schmalblättriges Greiskraut (auch Jakobskreuzkraut genannt) (Senecio inaequidens)
Herkunft Südafrika
Blütezeit Das Schmalblättrige Greiskraut blüht etwa von Juli bis Dezember, in zwei Blühphasen. Die erste dauert von Mai-Juli, die zweite von September bis Dezember.
Samenreife Kurz nach der Blüte bilden sich bis in den Dezember hin leichte Flugsamen.
Vorkommen

Das Schmalblättrige Greiskraut breitet sich insbesondere entlang des Verkehrsnetzes aus und kommt darüber hinaus im Siedlungsraum auf extensiv begrünten Flachdächern und auf trockenen Kiesplätzen vor.

Im Kanton Luzern zerstreute Vorkommen, entlang von Verkehrsflächen auch grossflächige Vorkommen. Starke Ausbreitungstendenz entlang des Strassennetzes und im Siedlungsraum.

Art der Verbreitung Verbreitet sich über Flugsamen, oft entlang von Strassen und Bahnlinien.
Gefahr

Natur
Sehr grosse Verbreitungskapazität und grosses Invasionsvermögen durch Ausbreitung mit Samen.

Landwirtschaft
Das Schmalblättrige Greiskraut produziert Alkaloide, welche für Mensch wie Tier giftig sind.

Gesundheit
Die ganze Pflanze ist giftig. In Südafrika tritt die Art als Ackerunkraut auf und gelangt dort auch immer wieder in die Brotproduktion, was auch tödliche Vergiftungen bei Menschen auslösen soll.

Bekämpfung

Biologisch

Die Aussaat von flächendeckenden Arten wie Klee oder Luzerne kann das Aufkommen des Schmalblättrigen Greiskrauts verhindern. 

Mechanisch

Pflanzen vor der Fruchtbildung ausreissen, grössere Bestände vor der Samenbildung mähen und im Kehricht entsorgen.

Reissen Sie das Schmalblättrige Greiskraut in Gärten und auf begrünten Flachdächern mit den Wurzeln aus und  entsorgen Sie die ganze Pflanze im Kehricht.

 

Verbotene Neophyten Invasive Neophyten
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Zuletzt geändert 
11 Jul 2017 - 11:38

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