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Kirschlorbeer

Der Kirschlorbeer ist noch immer als Heckenpflanze beliebt. Vom Garten aus hat er sich in naturnahe Gebiete ausgebreitet, wo er heimische Pflanzen konkurrenziert.
  • neophyt prunus laurocerasus kirschlorbeer
    Der Kirschlorbeer ist nach wie vor eine beliebte Heckenpflanze. Von hier aus verbreitet sie sich in naturnahe Gebiete.
  • neophyt prunus laurocerasus officinalis kirschlorbeer
    Hinter manch schöner Blüte kann eine böse Überraschung stecken: Kirschlorbeer ist nicht nur ein Neophyt, sondern auch giftig.
  • neophyt prunus laurocerasus officinalis kirschlorbeer
    Über die Früchte wird der Kirschlorbeer von Vögeln in naturnahe Gebiete verschleppt.

Um einen Garten gehört eine Hecke; diese sind uns Schweizern fast so heilig wie die Gletscher oder die Schokolade. Meist soll es eine immergrüne Hecke sein und da kommen oft Thuja, Buchsbaum oder eben Kirschlorbeer zum Zug. Kirschlorbeer ist noch immer gefragt, wie das Beispiel von Coop zeigt: Der Detaillist verzichtet auf den Verkauf von Neophyten, die auf der Schwarzen Liste stehen – ausser beim Kirschlorbeer. Dieser ist ökonomisch noch zu wichtig, als dass er aus dem Sortiment verschwinden könnte. Ökologisch ist der Kirschlorbeer aber höchst problematisch: Er ist verbreitet anzutreffen im Kanton Luzern und hat sich um Siedlungsgebiete stark ausgebreitet. Durch sein dichtes Blattwerk kann er im Wald die Naturverjüngung behindern und den Unterwuchs verdrängen.

Pflanzen Sie Kirschlorbeer nicht neu an.

Name Kirschlorbeer  (Prunus laurocedrasus)
Herkunft Südwesteuropa bis Südwestasien
Blütezeit April bis Mai
Samenreife Bis September bilden sich anfänglich grüne, später rote und schliesslich schwarze Steinfrüchte.
Vorkommen Im Siedlungsgebiet ist der Kirschlorbeer eine beliebte und verbreitete immergrüne Gartenpflanze. Er wächst heute zunehmend auch im Wald.
Art der Verbreitung Neuanpflanzungen und Verschleppung der Samen in naturnahe Gebiete durch Vögel oder Ablagerungen am Waldrand.
Gefahr

Mensch
Die ganze Pflanze, aber vor allem die Blätter und Samen, enthalten blausäurehaltige Glycoside und sind giftig.

Natur
Der Kirschlorbeer verdrängt mit seinem dichten Blätterwerk jeglichen Unterwuchs und behindert die natürliche Verjüngung im Wald.

Bekämpfung

Auf Neuanpflanzungen sollte konsequent verzichtet werden.

Jungpflanzen ausreissen respektive Pflanze mit Wurzelstock ausgraben und im Kehricht entsorgen. Ausgewachsene Pflanzen ringeln.

Entfernen Sie bestehende Pflanzen und ersetzen Sie diese durch einheimische Sträucher.

 

Verbotene Neophyten Invasive Neophyten
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Zuletzt geändert 
11 Jul 2017 - 13:50

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