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exotische Problempflanze Sommerflieder

Der Sommerflieder wird oft auch Schmetterlingsstrauch genannt. Was harmlos klingt, verdrängt gerade an Pionierstandorten häufig auch heimische Pflanzen.
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    Der Sommerflieder bietet Schmetterlingen zwar Nektar, ihren Raupen aber kein Futter.
  • Ein Wildbach in Obwalden - komplett von Sommerflieder überwachsen und damit ein Beispiel, wie exotische Problempflanzen einheimische Lebensräume verändern. (Bildquelle: Ettlin Walter)
  • Nun blühen sie wieder in vielen Gärten - die exotischen Problempflanzen wie der Sommerflieder.

Der Sommerflieder breitet sich in warmen Tieflagen stark aus und verdrängt heimische Pflanzen. Als Pionierstrauch besiedelt er oft grossflächig Kiesbänke oder Brachen. Er geniesst aber noch immer grosse Beliebtheit in der Bevölkerung als Zierstrauch; besonders, weil im Sommer die Sträucher oft von Schmetterlingen bevölkert werden. Er wird deshalb auch Schmetterlingsstrauch genannt. Zwar zieht der Sommerflieder erwachsene Schmetterlinge an und spendet ihnen Nektar, doch er ist keine Futterpflanze für die Schmetterlingsraupen. Wer Schmetterlinge fördern will, schafft dies nur mit heimischen Pflanzen. Eine ausführliche Liste mit heimischen Futter- und Nektarpflanzen bietet zum Beispiel "Die Wildstaudengärtnerei Patricia Willi".

Pflanzen Sie keinen Sommerflieder neu an.

 

Name Sommerflieder (Buddleja davidii)
Herkunft China
Blütezeit Juli bis August
Samenreife Ab August reifen pro Strauch bis zu ca. 3 Millionen leichte Samen aus. Bis zum nächsten Frühling entleeren die Kapseln ihre leichten Samen.
Vorkommen Häufiger Zierstrauch in Gärten. Der Sommerflieder wächst heute oft verwildert in Flusslandschaften und Waldschlägen, an Bahnböschungen und im Ödland.
Art der Verbreitung Neuanpflanzungen sorgen für einen vergrösserten Bestand. Zudem verbreitet sich der Sommerflieder durch Samen und unterirdische Ausläufer.
Gefahr Natur
Der Sommerflieder kann dichte Bestände bilden, welche die einheimische Vegetation verdrängen. Er besiedelt als Pionierstrauch Kiesbänke oder offene Flächen und verhindert das Aufkommen von einheimischen Kräutern, Sträuchern und Bäumen. Er wird schnell dominant und breitet sich rasch aus.
Bekämpfung Auf Neuanpflanzungen sollte konsequent verzichtet werden. Verblühte Blütenstände vor der Samenreife abschneiden, Pflanze wenn möglich mit Wurzelstock ausgraben und sämtliche Pflanzenteile im Kehricht entsorgen.

Entfernen Sie die ganze Pflanze und entsorgen Sie Samen und Wurzelstock mit dem Kehricht.

 

Verbotene Neophyten Invasive Neophyten
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Zuletzt geändert 
6 Jul 2018 - 16:45

Aktuelle Veranstaltung

Donnerstag, 11. Oktober 2018
mehrere Kursteile
Vogelwarte Sempach und im Feld
Veranstalter: 
BirdLife Luzern, Pro Natura Luzern, WWF Zentralschweiz
Eine Einführung in den Naturschutz auf kommunaler Ebene. Vorkenntnisse nicht nötig.

Angebot

Die Kanadische Goldrute blüht im Herbst in vielen Gärten. Leider wächst Sie in Naturschutzgebieten und verdrängt dort seltene Pflanzen.
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