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Erdmandelgras

Das Erdmandelgras ist ein gefürchtetes Ackerunkraut. Besonders in Hackfruchtkulturen und Maisfeldern kann es Einbussen bei der Ernte verursachen.
  • neobiota neophyt erdmandelgras cyperus esculentus
    Das Erdmandelgras breitet sich mit Knöllchen (Erdmandeln) vegetativ aus. Damit besteht eine grosse Gefahr, dass die Pflanze mit Erde und landwirtschaftlichen Maschinen verschleppt wird.
  • neobiota neophyt erdmandelgras cyperus esculentus
    In Hackfruchtkulturen und Maisfeldern ist das Erdmandelgras ein gefürchtetes Unkraut. Es kann zu Ertragseinbussen führen.

Das Erdmandelgras breitet sich im Kanton zunehmend aus. Woher die Pflanze ursprünglich stammt, ist unklar. Heute ist sie weltweit verbreitet. Sie vermehrt sich bei uns nur vegetativ mit Erdmandeln (Knöllchen). Im Herbst legen die Rhizome einer einzelnen Pflanze bis zu 1500 Knollen an. Dies führt dazu, dass das Erdmandelgras schnell mit der Erde und landwirtschaftlichen Maschinen verschleppt wird. In der Landwirtschaft sowie im Gartenbau ist es ein gefürchtetes Unkraut. Vor allem in Hackfruchtkulturen und Maisfeldern kann das Erdmandelgras Ernteeinbussen verursachen.

Das Bekämpfungsziel für diesen Neophyten im Kanton Luzern: Die Bestände aktiv reduzieren!

Achten Sie darauf, dass das Erdmandelgras nicht ungewollt über Topfpflanzen in Ihren Garten gelangt.

 

Name Erdmandelgras / Essbares Zypergras (Cyperus esculentus)
Herkunft unbekannt
Blütezeit Juli bis Oktober
Samenreife Ob die wärmeliebende Pflanze in unseren Breitengraden überhaupt reife Samen ausbildet, ist unbekannt, Keimlinge wurden im gemäßigten Klima nicht beobachtet.
Vorkommen

Das Erdmandelgras wurde als Unkraut in Gärten und landwirtschaftliche Flächen eingeschleppt. Vor allem in landwirtschaftlichen Kulturen beginnt es sich unkontrolliert auszubreiten.

Im Kanton Luzern gibt es bis jetzt zerstreute Vorkommen; beginnende Ausbreitung vor allem in der Landwirtschaft.

Art der Verbreitung Das Erdmandelgras verbreitet sich vegetativ mit Erdmandeln (Knöllchen). Es besteht eine grosse Gefahr der Verschleppung mit Erde und landwirtschaftlichen Maschinen.
Gefahr

Landwirtschaft
Das schwer zu bekämpfende Sauergras breitet sich in landwirtschaftlichen Flächen leicht aus. Dies kann zu Ernteeinbussen führen.

Bekämpfung

Vorbeugen

Fahrzeuge und Geräte nach Einsatz in betroffenen Flächen reinigen.

Biologisch

Kleegras an Stelle von Acker- oder Gemüsekulturen ansäen (Unterdrückung, weniger Verschleppung).

Mechanisch

Kleine Bestände mit Wurzeln (Erde 30-40 cm tief) ausgraben und entsorgen. Grössere Flächen ab Mai/Juni vor der Knöllchenbildung mehrmals hacken.

Chemisch

Grössere Flächen in Ackerkulturen ab Mai/Juni vor der Knöllchenbildung mehrmals behandeln (nur Teilwirkung).

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Melden Sie den kantonalen Naturschutzfachstellen Wuchsorte des Erdmandelgrases.

 

Verbotene Neophyten Invasive Neophyten
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Zuletzt geändert 
11 Jul 2017 - 11:29

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