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Frühlingserwachen

Offiziell beginnt der Frühling am 21. März. Für die meisten Menschen ist aber klar, Frühling ist, wenn die Kirschbäume blühen. Aber woher wissen eigentlich die Kirschbäume, dass Frühling ist? Manchmal ist es bereits im Februar ein paar Tage lang frühlingshaft warm. Während wir Menschen in diesem Moment Frühlingsgefühle entwickeln, halten die Kirschbäume ihre Knospen weiterhin geschlossen - mit gutem Grund.
  • noch geschlossene Knospe einer Rotbuche
    Noch sind die Knospen geschlossen, doch schon bald hält der Frühling Einzug und die Blätter spriessen.

Blühen die Kirschbäume zu früh, so laufen sie Gefahr, dass ihre Blüten bei einem erneuten Kälteeinbruch erfrieren. Das kostet die Pflanzen Kraft und verringert ihren Fortpflanzungserfolg. Entsprechend wichtig ist es für sie, diese Gefahr so gut es geht zu vermeiden - zur Freude aller Kirschen-Liebhaber.

Frühlingserkennungssystem

Viele Bäume besitzen so was wie ein Frühlingserkennungssystem. Damit messen sie einerseits die Temperatur, andererseits die Tageslänge. An frühlingshaft warmen Tagen im Februar wissen sie somit, dass es noch zu früh und die Gefahr eines erneuten Kälteeinbruchs zu gross ist.

Risikofreudigere Arten

Nicht alle Bäume nutzen solche Schutzmechanismen. Man erkennt sie leicht, denn bei einem späten Wintereinbruch wie 2017, sind ihre Blätter bereits teilweise draussen. Es handelt sich dabei meist um Arten, die aus einer anderen Klimazone kommen und daher nicht so gut an unser Klima angepasst sind. Allerdings gibt es auch unter den einheimischen Arten risikofreudigere, die sich eine Schwächung durch einen erneuten Wintereinbruch leisten können, weil mit ihnen zusammenlebende Bakterien jederzeit ausreichend Nährstoffe bereitstellen. 

Zuletzt geändert 
18 Dez 2017 - 13:57

Aktuelle Veranstaltung

Samstag, 7. Juli 2018
09.00 bis 12.00 Uhr
Udligenswil, Schützenhaus
Veranstalter: 
Pro Natura Luzern + Naturschutzbetreuergruppe Meggerwald
Gemeinsam pflegen wir eine verschilfte Naturschutzfläche im Moosried.

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