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Wildruhezonen vs. Wintersport

Tourenski fahren, Schneeschuh laufen,... Immer mehr Wintersportler bewegen sich abseits präparierter Pisten. Sie geniessen die Ruhe und Wildnis fernab der Zivilisation. Doch dadurch ist die Ruhe für menschenscheue Wildtiere an diesen Orten nicht mehr gegeben. Regelmässige oder starke Störungen kosten die Tiere viel Energie und manchmal sogar das Leben. Darum ist es umso wichtiger, dass sich Wintersportler an vier Regeln halten.
  • Steinmarder in einer winterlichen Landschaft
    Marder sind auch im Winter aktiv
  1. Wildruhezonen und Wildschutzgebieten beachten. Wildruhezonen dürfen im Winter nicht oder nur auf ausgewiesenen Routen betreten werden.

  2. Im Wald auf Wegen und bezeichneten Routen bleiben.

  3. Waldränder und schneefreie Flächen meiden.

  4. Hunde an der Leine führen - insbesondere im Wald.

Des einen Freud...

Im Winter ist das Futter auch für die wenigen aktiven Tiere rar. Sie müssen haushälterisch mit ihren Energiereserven umgehen. Winter-aktive Wildtiere halten sich, sobald Schnee liegt, in möglichst sicheren und störungsfreien Regionen auf. Denn fliehen kostet viel Energie, die anschliessend möglicherweise zum Überleben fehlt. Das wiederholte, unerwartete Auftauchen von Wintersportlern kann für Wildtiere im Winter tödlich sein.

(keine) Gewöhnung

Unter gewissen Bedingungen können sich Wildtiere an Störungen gewöhnen. Nämlich wenn die Störung relativ häufig, gleichartig auftritt und eine Flucht möglich ist. Dies ist zum Beispiel auf stark begangenen Routen der Fall, wo die Wildtiere teilweise gar nicht mehr fliehen, wenn in 100 m Entfernung ein Schneesportler vorbeizieht.

Das Gegenteil der Gewöhnung heisst "Sensitivierung". Bei der Sensitivierung fühlen sich die Tiere mit jeder Störung stärker gestresst und flüchten auf immer grössere Distanz. Manchmal geben sie einen Standort sogar ganz auf. Sensitivierung beobachtet man besonders bei wiederholten, unvorhersehbaren Störungen von oben, z. B. durch Skifahrer. Dabei werden die Tiere durch die Wintersportler meist nicht einmal erkannt. Sie sind längst geflüchtet, bevor sie überhaupt gesehen würden. Einzig Spuren zeugen von ihrer Anwesenheit.

Zuletzt geändert 
6 Jan 2015 - 17:31

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Samstag, 25. November 2017
Nähe Pilatus
Wir begeben uns auf die Spuren des Luchses.

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