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Tipps gegen Food Waste

Im Alltag gibt es unterschiedliche Strategien, um Food Waste zu vermeiden. Während es im Restaurant hilft, gut auf den aktuellen Hunger zu achten – es muss ja nicht immer die grösste Portion oder ein Menu mit drei Gängen sein – gilt es im eigenen Haushalt einige Tipps und Tricks zu beachten. Mit etwas Planung und Disziplin lassen sich die Lebensmittelabfälle jedoch einfach minimieren.
  • Einkaufskorb
    Die Einkäufe sollten gut geplant werden, um Food Waste zu vermeiden.

Die Minimierung der Lebensmittelabfälle im Haushalt ist relativ einfach, benötigt jedoch etwas Planung und Disziplin. Dabei wird nicht nur die Umwelt entlastet, sondern auch der eigene Geldbeutel.

Planung & Einkauf

Einkaufszettel und Grosseinkauf

Wichtige Ansatzpunkte bei der Vermeidung von Food Waste sind die Planung und der Einkauf. Das Erstellen eines Einkaufszettels hilft dabei keine unnötigen Produkte einzukaufen. Dafür lohnt sich ein Blick in den Kühl- und Vorratsschrank, um zu wissen welche Produkte bereits im Haushalt vorhanden sind und nicht mehr gekauft werden müssen. Ein paar Tage vorauszuplanen hilft dabei nicht zu viel einzukaufen. Wenn man mehr Flexibilität schätzt, kann der wöchentliche Grosseinkauf auch durch mehrere kleine Einkäufe ersetzen werden.

Packungsgrösse

Wer hungrig einkauft kauft oft mehr ein. Es hilft deshalb vor dem Einkaufen etwas Kleines zu essen. Beim Auswählen im Laden ist es wichtig kurz zu überlegen, welche Menge von einem Lebensmittel wirklich benötigt wird. Bei vielen Produkten gibt es bewusst kleine und grosse Packungsgrössen. Eine Aktionspackung verlockt zwar mit tiefen Preisen, aber oft fährt man damit nicht billiger sondern kauft bloss mehr ein als man ursprünglich wollte. Damit die Nahrungsmittel auch zu Hause möglichst lange haltbar sind, ist es ratsam eher unverarbeitete Produkte auszuwählen. Diese enthalten zudem weniger Zusatzstoffe, was auch der Gesundheit zugutekommt.

Optimale Lagerung

Kühl- oder Vorratsschrank?

Mit der richtigen Lagerung kann man die Haltbarkeit von Nahrungsmitteln verlängern. Damit stellt man sicher, dass sie nicht schlecht werden, bevor man sie essen möchte. Gerade bei gekühlten Produkten, sowie bei Früchten und Gemüsen hilft es sich Gedanken über die optimale Lagerung zu machen. Auf vielen Produkten steht drauf, wie man sie optimal lagert. Falls nichts angegeben ist, hilft die SGE, die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung mit einer kurzen Übersicht weiter.

Abpacken oder Tiefkühlen

Angebrauchte Lebensmittel halten luftdicht abgepackt viel länger. Die Kühlschranktemperatur hat ebenfalls einen Einfluss auf die Verderblichkeit der Lebensmittel. Optimal ist die Einstellung auf 5°C, damit wird das Wachstum von schädlichen Bakterien verzögert. Hat man einmal zu viel eingekauft oder ändert spontan seine Pläne, kann es hilfreich sein Produkte einzufrieren oder zu kochen. So halten diese noch eine Weile länger. Brot oder Kräuter kann man zum Beispiel gut vorschneiden und dann portionenweise aus dem Tiefkühler nehmen. Hat man keinen Tiefkühler übernehmen Nachbarn oder Freunde vielleicht gerne mal ein paar Lebensmittel.

Verwertung und Genuss

"Zu Verbrauchen bis" und "Mindestens haltbar bis"

Organisation ist in der Küche viel Wert und hilft den Überblick zu behalten. Wenn neu gekaufte Produkte hinter den älteren versorgt werden, fällt es leichter die älteren zuerst zu konsumieren. Bei verpackten Produkten helfen die Datumsangaben der Hersteller die Haltbarkeit einzuschätzen. „Zu verbrauchen bis“ steht auf Lebensmitteln, die eher rasch konsumiert werden sollten und bei denen Vorsicht geboten ist, wenn das Datum überschritten ist. Steht jedoch „Zu verkaufen bis“ oder „Mindestens haltbar bis“ können die Produkte oft auch nach Ablauf der Frist bedenkenlos konsumiert werden. Gut fährt man damit, wenn man sich auf seine eigenen Sinne verlässt um herauszufinden, welche Produkte noch konsumiert werden können.

Rüsten

Bei Früchten und Gemüse lässt sich oft noch viel retten, wenn es bereits nicht mehr ganz so frisch ist. Müder Salat kann man zum Beispiel in einem Wasserbad wieder munter machen. Mit sparsamem Rüsten lässt sich zudem die Menge an Rüstabfällen reduzieren. Bei Brokkoli etwa kann der Stiel auch gegessen werden und muss nicht im Rüstabfall landen.

Portionieren

Die optimale Portionierung spielt bei der Vermeidung von Food Waste auch eine Rolle. Wer zum Beispiel die Menge an Teigwaren oder Reis vor dem Kochen abmisst produziert weniger Reste. Auch beim Schöpfen ist die Portionierung relevant. Es hilft weniger zu schöpfen und bei Bedarf eine zweite Schöpfrunde zu machen. So kann vermieden werden, dass Essen im Teller zurückbleibt. Die Reste aus der Pfanne können gut an einem andern Tag gegessen oder notfalls auch mal eingefroren werden.

Resteverwertung & Rezepte

Sehr oft bleibt auch beim Kochen das eine oder andere übrig und kann mit etwas Kreativität oder mit Hilfe von guten Rezepten noch verwertet werden. Wenn die eigenen Kochbücher versagen liefern diverse Rezeptseiten, wie etwa von kochbu.ch, Guteküche.ch, Le Menu, Betty Bossy, Annemarie Wildeisen, Saisonküche oder Swissmilk die nötige Inspiration. Eine Auswahl an speziellen Rezepten für die Resteverwertung bietet foodwaste.ch, der SGE oder unsere Broschüre Altes Brot.

Smartphone-App «Too Good To Go»

Falls Gastrobetriebe nicht alle Nahrungsmittelreste verwerten konnten, können sie diese am Ende des Tages über die App des Start-ups «Too Good To Go» an interessierte Kunden weiterverkaufen. Die App wird auch in der Zentralschweiz von Betrieben genutzt und kann unter folgenden Links heruntergeladen werden (für iOS / für Android).

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Zuletzt geändert 
14 Jun 2016 - 11:59

Aktuelle Veranstaltung

Samstag, 25. November 2017
13 Uhr
Rippertschwand 11, 6206 Neuenkirch
Veranstalter: 
Randebandi Neuenkirch
Die Gemüsebaukooperative Randebandi stellt sich vor.

Angebot

Rund ein Drittel aller Lebensmittel werden nicht gegessen. Sie gehen während der Produktion verloren oder werden weggeworfen. Höchste Zeit, dieses aktuelle Thema auch in der Schule zu thematisieren.