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Essigbaum

Der Essigbaum gehört in der Schweiz zu den verbotenen Neophyten. Als Zierpflanzen kommt er oft in Gärten vor. Mit seinen Wurzelsprossen bildet der Essigbaum undurchdringliche Dickichte und verdrängt alle anderen Pflanzen.

Durch das Ausgraben des Wurzelstocks kann ein junger Essigbaum einfach bekämpft werden. Bei dichteren und grösseren Beständen verursacht ein Rückschnitt ein noch stärkeres Austreiben. Deshalb wird empfohlen, die Essigbäume zu ringeln. Das heisst, die Rinde wird im ersten Jahr auf 90 Prozent des Stammumfangs rund 30 Zentimeter bandartig mit Säge und Gertel  durchtrennt bzw. entfernt. Im Folgejahr kann im Herbst der Rest geringelt werden. So stirbt der Baum langsam ab und bildet nach der Fällung keine Wurzelsprossen mehr.

Achtung, durch das Ringeln verliert der Baum an Stabilität. Wird dadurch die Gefahr für Mensch und Infrastruktur erhöht, sollte die Bekämpfung durch eine Fachperson erfolgen.

Es besteht ein Verkaufs- und Pflanzverbot für Essigbäume.

Name Essigbaum (Rhus typhina)            
Herkunft Nordamerika
Blütezeit Mai - Juni
Samenreife Früchte reifen im mitteleuropäischen Klima kaum aus. Die Verbreitung erfolgt vorwiegend durch Verschleppung von Wurzelstücken.
Vorkommen Der Essigbaum kommt als Zierpflanze vereinzelt in Gärten vor. In unserer Region verwildert er selten an sonnigen Lagen entlang von Bahn- und Strassenböschungen, an Hecken- und Waldrändern sowie auf Brachflächen.
Art der Verbreitung Wurzelsprosse werden mit Gartenerde verschleppt.
Gefahr

Mensch
Alle Teile, vor allem der Milchsaft, sind schwach giftig. Bei Einnahme von grösseren Mengen kommt es zu Magen-Darm-Beschwerden. Auf der Haut und in den Augen kann der Milchsaft Entzündungen auslösen.

Natur
Der Essigbaum bildet an Waldrändern und sonnigen Hängen Dickichte und verdrängt so andere Arten. Er wird schnell dominant und breitet sich rasch aus.

Bekämpfung Lassen Sie Essigbäume in ihrem Garten professionell entfernen und entsorgen Sie Wurzeln, Blüten- und Samenstände mit dem Kehricht.

Ersatzpflanzen

Die Auswahl an einheimischen Bäumen ist gross. Im Gegensatz zu Neophyten sind sie unproblematisch und bieten zusätzlich Lebensraum für Tiere. Deshalb empfehlen wir den Einsatz von einheimischen Bäumen, beispielsweise Vogelbeere oder Birke.

 

Verbotene Neophyten Invasive Neophyten
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Zuletzt geändert 
11 Jul 2017 - 09:49

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Samstag, 14. Oktober 2017
Rundfahrt in der Stadt Luzern
Aussenräume als Erholungsort für Mensch und Natur

Angebot

Die Kanadische Goldrute blüht im Herbst in vielen Gärten. Leider wächst Sie in Naturschutzgebieten und verdrängt dort seltene Pflanzen.
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