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Abfallarten und Wertstoffe

Recycling schont die Umwelt und das eigene Portemonnaie. Zudem produzieren wir mit dem Recycling unsere eigenen Produkte, sind unabhängiger vom Ausland und schaffen so mehr Arbeitsplätze in der Schweiz.

Der Nutzen von Recycling ist unbestritten: Recycling reduziert die Abfallmenge und den CO2-Ausstoss, spart Energie und schont Ressourcen. Ein effizienterer Umgang mit natürlichen Ressourcen und Rohstoffen ist wichtig für eine nachhaltige und gesunde Wirtschaft. Die Menschheit verbraucht heute deutlich mehr Ressourcen, als die Erde langfristig zur Verfügung stellen kann. Darum: Recycling lohnt sich!

Glas brennt nicht und ist viel zu schade für die KVA

Unser Kehricht wird bei Temperaturen um 800°C verbrannt. Altglas dagegen hat eine Schmelztemperatur von mehr als 1500°C. Im Brennofen würde es also niemals schmelzen, geschweige denn verbrennen. Glas besteht zum grössten Teil aus nicht brennbarem Quarzsand. Das Glas bleibt in der Kehrichtschlacke zurück und landet in der Deponie, wo es verschwenderisch viel Platz braucht und viel kostet. Eine Tonne Kehrichtschlacke kostet etwa 250  bis 300 Franken.
Abgesehen davon ist Altglas ein wertvoller Werkstoff. Beim Recycling kann es zu 100 Prozent wiederverwendet werden. Da Altglas einen niedrigeren Schmelzpunkt hat als Quarzsand, kann bei der Glasproduktion aus Altglas 20 Prozent  Energie gespart werden. Fazit: Glas in der KVA ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll.

Aluminium im Kehricht – ein «Verbrechen»

Aluminium ist im Gegensatz zu Glas brennbar, aber erst bei Temperaturen über 2000°C. Dementsprechend bleibt auch Aluminium in der Kehrichtschlacke zurück und muss deponiert werden. Da Aluminium sehr leicht ist, fällt dies wortwörtlich nicht sehr ins Gewicht. Das «Verbrechen» besteht darin, das Aluminium nicht zu recyceln. Aluminium wird in einem sehr komplexen und energieaufwändigen Verfahren aus Bauxit gewonnen, einem seltenen Gestein. Die Produktion von einem Kilogramm Roh-Aluminium benötigt 13 bis14 Kilowattstunden Energie. Das reicht, um eine Energiesparlampe einen ganzen Monat ununterbrochen brennen zu lassen. Für die Wiederverwertung von Aluminium wird 20-mal weniger Energie benötigt. Und dabei werden erst noch die schwindenden Bauxitvorkommen geschont.

PET und Co. lieber recyceln

Auch andere Abfallwertstoffe wie PET-Flaschen, Karton und Papier sind zu schade für die KVA. Zwar lassen sich diese, im Gegensatz zu Glas und Metall, fast rückstandslos verbrennen. Allerdings geht dadurch wertvolles Material verloren.
Ein weiteres Argument, das für das Recycling spricht: Die Entsorgung von recyclingfähigen Materialien in Sammelstellen ist kostenlos. Sie können also viel Geld sparen, wenn Sie mit dem kostenpflichtigen Kehricht nur Dinge entsorgen, die nicht recycelt werden können.

Die Schweiz ein Land ohne Bodenschätze

Abgesehen von den ökologischen, gibt es auch volkswirtschaftliche Argumente. Gerade die Schweiz, die über keine Bodenschätze verfügt, tut gut daran ihre Abfälle zu recyceln. So können wir unsere Rohstoffabhängigkeit vom Ausland ein Stück weit reduzieren und mit Recyclingunternehmen neue Arbeitsstellen schaffen.

Zuletzt geändert 
30 Sep 2016 - 16:43

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